
Der ukrainische Präsident Wolodimir Selenskij hat auf Russlands Vorschlag eines Treffens mit Kremlchef Wladimir Putin in Moskau mit Sarkasmus und einem Fluch reagiert. Auf die wiederholte Frage eines Reporters des russischen Staatsfernsehens, wann er denn nach Moskau komme, antwortete Selenskij hörbar genervt: „Auf einer Rakete, verdammt!“. Ukrainische und russische Medien teilten den Clip von Selenskijs Besuch in New York vielfach in den sozialen Netzwerken.
Vor allem das kaum hörbare russische Schimpfwort „bljad“ – freundlich mit „verdammt“ übersetzt – sorgte für Aufsehen in den Medien beider Länder. In Russland wird das Wort zensiert. Der russische Reporter Valentin Bogdanow veröffentlichte das Video mit Selenskijs Reaktion selbst unter anderem in seinem Telegram-Kanal. Dazu postete er ein offenkundig mit künstlicher Intelligenz generiertes Foto von Selenskij in einer Kinderspielplatz-Rakete.
Moskau: Selenskyj hat wohl Angst
Die Sprecherin des russischen Außenministeriums, Maria Sacharowa, die als Teil der Moskauer Delegation an der UNO-Generalversammlung in New York teilnimmt, machte sich lustig über Selenskij, der wohl Angst habe, dass ihn ein tödliches Schicksal ereile. Sie verwies auch auf das von Selenskij benutzte russische Schimpfwort, das allen vor Augen führe, wer Selenskij wirklich sei.
Der ukrainische Präsident hatte sich am Rande der UNO-Generalversammlung in New York auch mit US-Präsident Donald Trump getroffen, um über eine Lösung in dem seit mehr als viereinhalb Jahren dauernden russischen Angriffskrieg zu sprechen. Ergebnisse gab es erwartungsgemäß keine.
Selenskij betont immer wieder, dass er sich mit Putin treffen wolle, um über eine Lösung in dem Konflikt zu sprechen. Der Kremlchef zeigt sich zwar ausdrücklich bereit dazu, betont aber, dass er zu einem Treffen nur in Moskau bereit sei. Selenskij lehnt das ab – abgesehen von der Sorge um seine Sicherheit will er auch den Eindruck vermeiden, dass Kiew vor Moskau kapituliere.
Source:: Kurier.at – Politik



