Bittere Pleite eines traditionsreichen Schloss-Hotels und Hochzeits-Location

Wirtschaft

„Inmitten der sanften Hügel des Weinviertels erwartet Sie ein Refugium für besondere Augenblicke – für erholsame Urlaubstage, für festliche Hochzeiten, für unvergessliche Events, für inspirierende Seminare und für genussvolle Entdeckungen rund um Wein und Kulinarik“, heißt es auf der Homepage der Pächterin. „Im malerischen Weinort Mailberg im Pulkautal empfängt Sie das traditionsreiche Schlosshotel Mailberg – umgeben von Weingärten und einem Schlossgraben, dessen Geschichte bis ins 11. Jahrhundert reicht. Wo jahrhundertealte Mauern Geschichten erzählen, und kulinarischer Genuss erfreut – hier ist Gastfreundschaft zuhause.“

Über  das Vermögen der Stayatmailberg Betriebs GmbH, FN 662674x, mit Sitz Mailberg, NÖ, wurde laut AKV und KSV1870 ein Sanierungsverfahren ohne Eigenverwaltung beim Landesgericht Korneuburg beantragt. Das Insolvenzverfahren wurde vom Insolvenzgericht noch nicht eröffnet. 16 Mitarbeiter sind von der Pleite betroffen.

Der Hintergrund

„Die Antragstellerin wurde im September 2025 gegründet und betreibt am Standort Mailberg das Schlosshotel Mailberg mit Hotel-, Gastronomie- und Veranstaltungsbetrieb. Das Unternehmen bietet Beherbergung, Restaurantleistungen sowie Räumlichkeiten für Hochzeiten, Seminare und sonstige Veranstaltungen an“, so der AKV.  

Alleingesellschafter und selbständig vertretungsbefugter Geschäftsführer sei Herr Markus Alexander Gerauer. 

Die Insolvenzursachen

„Die Gründe für das Abgleiten in die nunmehrige Insolvenz führt die Antragstellerin auf hohe Anlauf- und Übergabekosten nach der Betriebsübernahme, unerwartete Kostensteigerungen, erhebliche Bau- und Instandhaltungsaufwendungen sowie auf die Vorfinanzierung des laufenden Betriebes bei gleichzeitig hohen Fixkosten zurück. Darüber hinaus hätten saisonale Schwankungen sowie hinter den Erwartungen zurückbleibende Umsätze die Liquidität zusätzlich belastet“, heißt es weiters. 

Schulden und Vermögen

Laut Unterlagen sind derzeit 78 Gläubiger mit Gesamtforderungen in Höhe von rund 820.000 Euro betroffen. Als Vermögenswerte werden insbesondere offene Kundenforderungen, Warenlagerbestände, Betriebs- und Geschäftsausstattung sowie die laufenden Einnahmen aus dem Hotel-, Gastronomie- und Veranstaltungsbetrieb angeführt. 

  Schließung des Ardo-Werks: Krisengipfel anscheinend ohne Ergebnis

Die Zukunft

Eine Unternehmensfortführung werde angestrebt. Die Antragstellerin beabsichtige das Unternehmen zu sanieren und ihren Gläubigern einen Sanierungsplan anzubieten. Vorgesehen sei eine Quote von 20 Prozent, zahlbar binnen zwei Jahren ab rechtskräftiger Annahme des Sanierungsplans.

„Die Antragstellerin stützt die geplante Sanierung insbesondere auf die Fortführung des Hotel- und Veranstaltungsbetriebes, bereits bestehende Buchungen und Veranstaltungen sowie auf eingeleitete Restrukturierungs- und Kostensenkungsmaßnahmen“, so der AKV.

…read more

Source:: Kurier.at – Wirtschaft

      

(Visited 2 times, 2 visits today)

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.