Falklandinseln: Streit um Erdöl spitzt sich zu

Politik

Im Streit um die Falklandinseln hat Großbritannien auf diplomatischer Ebene gegen Argentinien protestiert. „In dieser Woche haben wir der argentinischen Botschafterin im Vereinigten Königreich unmissverständlich klargemacht, dass Bemühungen, rechtmäßige wirtschaftliche Aktivitäten auf den Falklandinseln zu behindern, keine Zeichen verantwortungsvollen internationalen Engagements sind“, schrieb die britische Staatssekretärin für die Überseegebiete, Uma Kumara, auf X.

Auf welche Weise der diplomatische Protest übermittelt wurde, wird in der Mitteilung nicht präzisiert. Die Politikerin der regierenden Labour Party nahm in ihren Ausführungen Bezug auf die jüngsten Ankündigungen des argentinischen Präsidenten Javier Milei. Dieser hatte zu Wochenbeginn angekündigt, im Rahmen des UNO-Seerechtsübereinkommens ein Schiedsverfahren gegen Großbritannien auf den Weg zu bringen.

Zweifel an Argentiniens Zuverlässigkeit

Sollte London nicht innerhalb von zwei Wochen das Erdölförderungsprojekt „Sea Lion“ nördlich der Inselgruppe im Südatlantik einstellen, werde Argentinien sich an den Internationalen Seegerichtshof wenden.

Kumara sieht angesichts eines solchen Verhaltens die Zuverlässigkeit Argentiniens als Partner des Vereinigten Königreichs infrage gestellt.

Rückendeckung für die Inselbewohner

Die Kelper, wie die Bewohner der Falklandinseln genannt werden, hätten demokratisch über ihre Zukunft entschieden und besäßen das uneingeschränkte Recht, ihre natürlichen Ressourcen ohne Einschüchterung zu erschließen, so Kumara.

Dabei nahm sie Bezug auf das Referendum im Jahr 2013, bei dem 99,8 Prozent der Inselbewohner für einen Verbleib beim Vereinigten Königreich votiert hatten. Argentinien nannte das Ergebnis „irrelevant“.

London werde das Recht der Insulaner, über ihre eigene Zukunft zu entscheiden, entschlossen verteidigen, schrieb die Staatssekretärin. Die Inseln stehen seit 1833 unter britischer Verwaltung. 1982 wurden sie von Argentinien besetzt. Großbritannien gelang die Rückeroberung.

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Source:: Kurier.at – Politik

      

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