
Kann ein großer Sportweltverband in die Pleite schlittern?
Ja, wenn er tatsächlich so weitermacht, wie bisher.
Es sind erschreckende und besorgniserregende Zahlen, die der Ski- und Snowboard-Weltverband FIS am Donnerstag beim Herbstmeeting in Genf präsentierte. Binnen weniger Jahre halbierte sich das Eigenkapital des stolzen und einst so reichen Verbandes.
Der Kassa-Sturz des neuen Präsidenten Alexander Ospelt brachte verheerende Zahlen zutage: Zwischen 2021 und 2025 sank das Eigenkapital der FIS sage und schreibe von 81 auf 43 Millionen Franken.
Dieser finanzielle Absturz passierte genau in der Ära von Johan Eliasch, der als Präsident angetreten war, um die FIS in neue Sphären zu heben. Der britisch-schwedische Multimilliardär ließ den großen Worten aber keine Taten folgen, wie sich jetzt herausstellt.
Die größte Errungenschaft der Präsidentschaft Eliasch? Er hat den Personalapparat bei der FIS groß ausbauen lassen.
Sein Nachfolger Alexander Ospelt steht nun vor vollendeten Tatsachen: „Die FIS steht an einem kritischen Punkt, der sofortiges und entschlossenes Handeln erfordert. Die Ziele sind klar: finanzielle Disziplin wiederherstellen, finanzielle Nachhaltigkeit aufbauen und die langfristige Zukunft der FIS sowie des globalen Schneesport-Ökosystems schützen“, so der Liechtensteiner in einer Aussendung.
Source:: Kurier.at – Sport



