„Noch nicht auf Willhaben“: Warum Marco Schwarz auf den Slalom verzichtet

Sport

24 Grad zeigte das Thermometer am Dienstagnachmittag in Wien. Während in der österreichischen Bundeshauptstadt noch spätsommerliche Temperaturen herrschen, rückt der Start in den Ski-Winter immer näher. In 17 Tagen wird in Sölden die neue Weltcup-Saison eröffnet.

Für ÖSV-Star Marco Schwarz beginnt sie mit einer wichtigen Veränderung: Der Kärntner pfeift künftig auf den Slalom und will sich auf Riesentorlauf und Super-G konzentrieren. Bei einem Termin seines Sponsors Uniqa in Wien sprach der 31-Jährige über …

… seine Entscheidung, den Slalom auszulassen

Es war sicher eine meiner härtesten Entscheidungen, die ich in meiner Karriere getroffen habe. Mit der ganzen Planung, wenn man sich den Kalender anschaut, lassen sich vier Disziplinen nicht vereinbaren. Irgendwann muss auch ich regenerieren. Es macht mehr Sinn, sich auf gewisse Sachen zu fokussieren, als in vier Disziplinen Mittelmaß zu sein. Ich will meine Kräfte so bündeln, dass ich um das Podium und den Rennsieg mitfahren kann. Den Hauptfokus werde ich auf Riesentorlauf und Super-G legen.

… die Erleichterung

Es war schon irgendwie klar, den Slalom wegzulassen, aber das dann laut auszusprechen, da habe ich eine Zeit lang gebraucht. Es ist eine große Erleichterung. Man denkt immer nach, ob es die richtige Entscheidung ist oder nicht, aber ich bin überzeugt, dass ich in den anderen Disziplinen mehr rausholen kann. Ich spüre jetzt auch ein freieres Gefühl.

… ein mögliches Comeback im Slalom

Ich hab die Ski noch nicht auf Willhaben gestellt. Ich liebe den Slalom, aber seit der Verletzung hat sich das nicht so entwickelt, wie ich das gerne gehabt hätte. Ich würde schon gerne Slalom trainieren, weil es mir irrsinnig viel Spaß macht. Wenn es einmal passt, kann ich mir auch vorstellen, noch einen Slalom zu fahren. Aber nur, wenn es Sinn macht und ich keinem den Platz wegnehme.

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… ein Antreten in der Abfahrt

In Zukunft will ich auch wieder in der Abfahrt starten. Je nachdem, ob es Sinn macht oder nicht. Es war im Sommer auch der Hintergedanke da, körperlich zuzulegen. Ich habe jetzt vier Kilo mehr. Das würde mir für den Slalom zwar auch nicht schaden, aber bei den Abfahrtstrainings braucht man doch mehr Substanz.

… die Vorbereitung in Chile

Es war ein sehr, sehr intensives Trainingscamp. Wir haben viele gute Trainingstage gehabt. Ich bin glücklich mit der Vorbereitung.

… die Sicherheitsmaßnahmen nach dem Todesfall des Italieners Franzoso im Vorjahr

Es ist eine positive Entwicklung gewesen, aber noch Luft nach oben. Einige Holzzäune wurden abgebaut, dafür wurden Sicherheitsnetze aufgebaut. Es ist schon sehr schräg, wenn man mit dem Lift über die Stelle drüberfährt, wo das Kreuz steht, und daneben Abfahrt trainiert.

… die Konkurrenz

Wir haben in Chile mit den Schweizern trainiert, in der Abfahrt mit drei, vier Nationen. Wie es aussieht, werden wir dann am 25. Oktober sehen.

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Source:: Kurier.at – Sport

      

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