
Im zweiten Spiel ist der zweite Sieg eingeplant: Nach dem 3:1 gegen Israel trifft Österreich am Sonntag in Wien (18 Uhr, ORF1) auf den Kosovo. Das Happel-Stadion ist ausverkauft, auch mit Fans des Gegners.
In Österreich lebten schon 2020 laut Kosovo-Botschaft rund 30.000 Kosovaren und 40.000 eingebürgerte Albaner aus der ehemaligen serbischen Provinz. „Ich hoffe, dass beim Ticketverkauf beachtet wurde, dass wir ein Heimspiel haben“, sagte Ralf Rangnick am Samstag. Was es rund um das Spiel im Prater zu wissen gilt.
Wie ist die Ausgangslage gegen den Kosovo?
Beide Teams haben ihr Auftaktspiel in der Gruppe gewonnen. Die Duelle mit dem Kosovo werden wohl über den Aufstieg entscheiden. Auch Rangnick meint: „Ich gehe davon aus, dass das Spiel noch einmal schwieriger wird als das gegen Israel.“
Klar ist: Von Österreich wird ein Sieg erwartet. Diese Erwartungshaltung hat man sich selbst erarbeitet. In den jüngsten 27 Heimspielen hat das ÖFB-Team immer zumindest ein Tor erzielt, womit der von 1935 bis 1951 aufgestellte Verbandsrekord egalisiert wurde.
Zudem schraubte man die aktuelle Rekordserie auf 15 Heimspiele ohne Niederlage. Das bisher letzte Heimspiel ohne Torjubel war ein Spiel unter der Leitung von Franco Foda, der heute den Gegner coacht: Am 7. September 2021 beim 0:1 in Wien gegen Schottland.
Wie wird das Spiel auf dem Rasen aussehen?
Gut ist, dass Österreich in Hälfte zwei gegen Israel geübt hat, wie man gegen einen Block mit Fünferkette spielt. Denn wer Franco Foda kennt, der weiß: Der 60-Jährige steht auf Sicherheit. Xaver Schlager, der unter Foda im Team debütiert hat, beschreibt seinen Ex-Trainer so: „Er ist sehr strukturiert und versucht nicht, das größte Risiko einzugehen.“
Beim Kosovo setzt Foda auf eine Dreierkette, die in der Defensive zu einer Fünferkette wird und auf dem Platz oft nach einem 5-4-1 aussehen könnte. „Sie lassen dem Gegner wenig Zeit und Lücken“, sagt Rangnick, dessen Team wohl kreative Lösungen brauchen wird.
Aber Vorsicht: Der Kosovo hat auch gefährliche Offensivspieler und hätte gegen Irland am Donnerstag deutlich höher als 1:0 gewinnen können. Im Sturm kann Foda zwischen Fisnik Asllani (Hoffenheim) und Vedat Muriqi wählen. Der 32-jährige Muriqi traf letzte Saison 23 Mal für Mallorca in der spanischen Liga und wechselte dann zu Fenerbahce, wo er jetzt ebenso ständig trifft.
Wird Rangnick sein Team stark umbauen?
Das tut er selten. Viele erwarten Sasa Kalajdzic im Sturm und Paul Wanner dahinter als Nummer zehn. Michael Gregoritsch konnte nach seiner Knöchelblessur am Samstag nicht trainieren und wird höchstens als Joker zum Einsatz kommen.
Doch auch bei Kalajdzic ist die Sache nicht sicher. Rangnick: „Wir dürfen nicht vergessen, dass er eine gewisse Verletzungshistorie hat, für mich steht über allem, dass er sich nicht wieder verletzt. Wir werden in Ruhe abwägen.“ Die Alternative wäre Junior Adamu als Spitze – oder mit etwas Fantasie Marco Grüll oder Christoph Lang.
Die Fitness sei bei allen maßgebend, so Rangnick. „Die entscheidende Frage ist, dass wir möglichst viele auf dem Platz haben, die ausgeruht sind.“ Jeden Tag werden in der Früh mittels Bluttests bei den Spielern die CK-Werte gemessen, als Indikator für Belastungen der Muskulatur.
Fakt ist, dass ein Debütant im Tor steht. Jener Goalie, …read more
Source:: Kurier.at – Sport



