
Jan Überall macht gerade seinem Namen alle Ehre. Seit er im September beim ÖSV das Amt des Generalsekretärs angetreten hat, ist der 38-jährige Kitzbüheler omnipräsent. Eine Vorstellungsrunde bei den Verbandssponsoren hier, ein Meeting mit Politikern da, Jan Überall, der als ehemaliger Generalsekretär des Kitzbüheler Ski Clubs (K.S.C.) die Hahnenkammrennen orchestrierte, ist gleich mittendrin statt nur dabei.
Am Freitag begrüßte er in der PlusCity in Pasching mit Colmar und 4F die beiden neuen Ausstatter der ÖSV-Skifahrer und -Skispringer. Zuvor stand er dem KURIER Rede und Antwort. Jan Überall über …
… die ersten Wochen im Amt Es ist gerade sehr intensiv mit vielen Terminen. Was mir im Moment noch fehlt, ist die effektive Arbeitszeit hinter dem Computer.
… seine Bestellung zum Generalsekretär Ich habe mich offiziell gar nicht für diesen Job beworben. Offen gestanden, habe ich mich bitten lassen. Ich habe immer gesagt, und das soll jetzt bitte nicht falsch verstanden werden: Ich bin aus Kitzbühel, lebe in Kitzbühel und arbeitete beim besten Skirennen der Welt in einer Führungsfunktion. Was soll es da Besseres geben? Je mehr ich mit dem Gedanken gespielt habe, umso mehr hat mich diese Aufgabe gereizt. Ich habe aber eine Grundvoraussetzung gestellt: Dass ich einstimmig bestellt werde.
… den Status quo des ÖSV Es ist natürlich ein Riesenvorteil, dass ich in ein gesundes Umfeld komme und nicht einen Verband vorfinde, der von Krisen gebeutelt ist. Aber nur weil es funktioniert, heißt es nicht, dass man jetzt schleißig werden darf. Und eines ist auch klar: Wir werden alle gemessen an der Performance unserer Sportler. Der Sport ist nun einmal das Wichtigste, wir als Verband müssen schauen, dass die Rahmenbedingungen passen. Und die werden vermutlich nicht einfacher.
… die vielen Sparten innerhalb des ÖSV So lange wir uns das irgendwie leisten können, ist jede Sportart willkommen, die zu uns passt. Man muss klipp und klar sagen: Finanziell bringen uns nur Ski Alpin und Skispringen etwas, bei allen anderen Sparten sieht es nicht mehr so gut aus. Aber so lange wir es uns leisten können, ist es unser Auftrag, alle Sparten zu fördern.
… den Weltverband FIS und seine finanziellen Probleme Die Zahlen, die von der FIS in der letzten Woche veröffentlicht wurden, haben uns als Verband nicht wirklich geschockt, weil wir das schon befürchtet und gewusst haben. Der ÖSV weist schon lange darauf hin, dass bei der FIS von der alten Führung Entscheidungen getroffen wurden, die sich finanziell nicht ausgehen werden. Ich bin allerdings froh, dass die neue Führung sehr transparent agiert, und sehe die aktuelle Lage als Warnruf. Der Turnaround kann geschafft werden, auch wenn die Zahlen besorgniserregend sind.
… der Rücktritt von FIS-Renndirektor Markus Waldner zwei Wochen vor dem Saisonauftakt Markus Waldner war eine unfassbar wertvolle Persönlichkeit für den Sport. Es tut weh, dass er das Handtuch geschmissen hat, aber ich verstehe ihn. Er will Entscheidungen auf der Grundlage des Sports treffen ohne Einflussfaktoren von außerhalb des Sports.
… die Pläne einer jährlichen Ski-WM Wir sagen nicht kategorisch nein, wenn die Rahmenbedingungen im Weltcup gesichert sind. Wenn man einen stabilen Weltcupkalender und so auch einen …read more
Source:: Kurier.at – Sport



