
Am Samstag um 19.30 Uhr ertönt im Herzen des Innviertels der Anpfiff zum Duell zwischen SV Ried und Austria Wien. Während die Oberösterreicher mit Selbstvertrauen in das Heimspiel gehen, kämpfen die Wiener um den dringend benötigten Befreiungsschlag.
Die Länderspielpause brachte für die Veilchen nicht den erhofften Umschwung. Gegen Sturm Graz vergangenes Wochenende zeigte die Mannschaft zwar phasenweise eine ansprechende Leistung, am Ende stand jedoch eine 0:2-Niederlage in der heimischen Generali-Arena zu Buche. Mit der mageren Ausbeute von sieben Punkten aus den bisherigen acht Spieltagen rangiert die Wiener Austria aktuell auf Platz zehn und liegt lediglich zwei Zähler vor dem Tabellenletzten Wolfsberg. Der letzte Pflichtspielsieg ist bereits über einen Monat her: Am 13. September setzten sich die Wiener zuletzt mit 2:1 gegen Austria Lustenau durch.
Zuversicht bei Helm, Ranftl warnt vor „sehr harter Saison“
Trainer Stephan Helm sah seine Mannschaft trotz der Niederlage auf Augenhöhe mit Sturm Graz und blickt zuversichtlich auf die kommenden Spiele: „Wir hatten über 90 Minuten eine richtig gute Energie am Platz. (…) Wir haben noch Riesenchancen kreiert, aber haben es nicht geschafft, das Momentum auf unsere Seite zu ziehen. Wir müssen in gewissen Phasen noch abgeklärter unser Tor verteidigen, dass wir auch einmal in Führung gehen. Wir müssen auf den guten Dingen aufbauen.“ In der Trainingswoche habe er nun gespürt, „dass die Mannschaft hungrig ist und darauf brennt, sich für ihre harte Arbeit mit Punkten zu belohnen“.
Reinhold Ranftl sieht vor allem bei den individuellen Fehlern und der Chancenverwertung Verbesserungsbedarf. Dabei nimmt er auch sich selbst in die Pflicht. „Wir müssen uns schnellstmöglich steigern, sonst wird es eine sehr, sehr harte Saison“, mahnt der Austria-Spieler.
Ried im Aufwärtstrend
Ganz anders ist die Stimmungslage bei der SV Ried. Zwei Siege in Folge und zehn Punkte aus den vergangenen fünf Partien haben den Vorjahresaufsteiger auf Rang sechs geführt. Zuletzt gelang ihnen ein 2:1-Auswärtssieg gegen WSG Tirol, zuvor feierten sie einen deutlichen 4:1-Erfolg gegen den Wolfsberger AC und ein Unentschieden gegen Red Bull Salzburg.
Trainer Mario Despotovic möchte den Schwung mitnehmen: „Wir erwarten ein intensives Spiel, wollen zu Hause aber dominant auftreten, offensiv Fußball spielen und uns gute Torchancen erarbeiten.“
Für Dejan Radonjic wird es ein ganz besonderes Duell. Der 21-jährige Innenverteidiger wechselte vor dieser Saison von der Austria nach Ried: „Ich hatte bei der Austria eine schöne Zeit. Jetzt liegt aber mein voller Fokus auf Ried. Und wir werden alles dafür tun, dass wir drei Punkte holen.“
Heimbilanz und Form spricht für die Oberösterreicher
Obwohl die Austria die vergangenen fünf Duelle für sich entscheiden konnte und Ried das zuletzt ein direktes Duell im Juli 2021 gewann, spricht die aktuelle Form für die Gastgeber. Auch die Heimbilanz der Rieder gegen die Wiener kann sich sehen lassen: In 45 Bundesliga-Heimspielen feierte Ried 17 Siege und holte 13 Unentschieden. Nur 15-mal ging die Austria als Sieger vom Platz.
Source:: Kurier.at – Sport



