Aktivistischer US-Investor Ananym steigt bei CTS Eventim ein

Wirtschaft

Der aktivistische Investor Ananym Capital aus den USA ist nach eigenen Angaben beim Ticketvermarkter und Konzertveranstalter CTS Eventim eingestiegen. „Das ist ein Investment, das wir möglicherweise eine lange Zeit mögen werden“, sagte Ananym-Mitgründer Charlie Penner am Dienstag auf dem „13D Monitor Active Passive-Investment Summit“, einer Investorentagung in New York. „Die verdienen Geld, indem sie Leuten eine Auszeit geben.“

CTS Eventim sei mit einem Börsenwert von fast sechs Milliarden Euro deutlich unterbewertet. CTS Eventim, dessen Gründer Klaus-Peter Schulenberg zugleich Großaktionär und Vorstandschef ist, wird – gemessen am Kurs-Gewinn-Verhältnis – im Vergleich zum großen US-Rivalen Live Nation um 44 Prozent niedriger gehandelt. Penner sieht 50 bis 100 Prozent Luft nach oben beim Aktienkurs und fordert unter anderem einen größeren Aktienrückkauf, um das Vertrauen die Investoren wieder zu stärken.

Europas größter Ticketvermarkter

CTS Eventim ist Europas größter Ticketvermarkter, etwa für Konzerte von Taylor Swift, Ed Sheeran oder Iron Maiden veranstaltet, aber auch selbst Events wie „Rock am Ring“ oder „Rock im Park“. Die im Nebenwerteindex MDax notierten Papiere sind von ihrem Höchststand im Mai 2025 um fast 50 Prozent gefallen. 

Anleger sind verunsichert, weil die Prognose für das laufende Jahr verhalten ausgefallen ist und der Konzern kürzlich zum dritten Mal in sechs Jahren den Finanzvorstand ausgetauscht hat.

Für den 20. November hat CTS Eventim zum ersten Mal überhaupt zu einem Kapitalmarkttag eingeladen. Penner sieht das als Chance, für mehr Transparenz über das Geschäftsmodell von CTS Eventim zu sorgen, Missverständnisse auszuräumen und mehr internationale Anleger anzulocken. Wie hoch sein Anteil an CTS ist, teilte Ananym nicht mit. 

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Aktivistische Investoren können bei börsennotierten Firmen auch mit kleinen Beteiligungen viel bewegen, weil sich andere institutionelle Anleger oft ihren Forderungen anschließen. Ananym war Ende 2025 in Deutschland bekannt geworden, als der Aktivist beim Energietechnik-Konzern Siemens Energy einstieg und mit der Forderung nach einer Abspaltung der Windkraft-Tochter Siemens Gamesa aufhorchen ließ.

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Source:: Kurier.at – Wirtschaft

      

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