Jagd auf Rohstoffe: EU gibt Widerstand gegen Förderung in der Arktis auf

Politik

Es ist nur ein Halbsatz, der nicht mehr zu finden ist, doch der ist wirtschaftlich – aber eben auch ökologisch – bedeutsam. In ihrer neuen, am Dienstag präsentierten Strategie für die Arktis betont die EU-Kommission zwar, dass sie weiterhin gegen den Abbau von Erdöl und Erdgas in der Region sei, aber von einem internationalen Abkommen, das das Bohren grundsätzlich stoppen soll, ist nicht mehr die Rede.

Norwegen machte Druck: Blockade aufgeben

Ein deutlicher Wink auch für den energietechnisch derzeit wohl wichtigsten Partner der EU: Norwegen. Das Land, das Europa mit mehr Erdgas denn je beliefert, drängt seit Jahren darauf, auch die Vorkommen in seinen arktischen Territorien erschließen zu können – und dazu wollte man auch die Zustimmung aus Brüssel. Wenn Europa mehr Gas brauche, so die Haltung der Norweger, müsse es seine Blockade gegen die Exploration in der Arktis aufgeben. Die aktuelle EU-Strategie ist ganz offensichtlich ein erster Schritt in diese Richtung.

Rohstoffe der Zukunft

Brüssel geht es aber auch um die Rohstoffe der Zukunft, bei denen man in der Abhängigkeit von China feststeckt. Bei der Präsentation der Arktis-Strategie sprach Kommissionschefin Von der Leyen ausführlich über die Hoffnung, in der Arktis und da vor allem in Grönland, diese Rohstoffe zu gewinnen. Sie seien unverzichtbar für den „grünen und digitalen Umbau“ Europas. Auch bei den Schifffahrtsrouten, die sich durch den Klimawandel in der Arktis auftun, will man vorne mit dabei sein. Man werde nicht untätig dabei zuschauen, wie Russland seine militärische Präsenz in der Arktis ausbaue: „Wir müssen handeln und unsere grundsätzliche strategische Haltung ändern.“

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Das neue Gas aus Norwegens Arktisregionen werde allerdings kurzfristig Europas Probleme mit seiner Energieversorgung nicht lösen. Das Gas aus dem hohen Norden sei nicht vor 2040 zu erwarten.

 

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Source:: Kurier.at – Politik

      

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