Karin Kneissl: „Obdachlos“ nach Auswanderung nach Russland

Politik

Karin Kneissl hat in einem Interview mit dem russischen Nachrichtenportal 360.ru von einer Zeit der Obdachlosigkeit nach ihrer Auswanderung nach Russland erzählt.

Wie 360.ru berichtet, bezog sich Kneissl auf den Sommer 2023. Demnach arbeitete sie zu diesem Zeitpunkt zwar bereits an der Universität in St. Petersburg, wollte jedoch aufs Land ziehen. Im August sei sie mit einem gemieteten Auto, zwei Koffern und zwei Hunden in einem Dorf nahe der russischen Stadt Kasimow angekommen.

„Nur dank meiner Hunde durchgestanden“

Kneissl schilderte, sie habe dort eine Ziege gesehen, die den Anschein gemacht habe, als wolle sie sie „herzlich willkommen“ heißen – was sie dazu veranlasst habe, in dem Dorf zu bleiben. 

Jedoch dürfte ihr Start in der neuen Heimat schwierig gewesen sein. Kneissl schilderte gegenüber 360.ru, kurzzeitig sogar auf der Straße genächtigt zu haben: „Als ich überlebt habe auf der Straße, als ich auf einer Matratze direkt auf der Straße geschlafen habe, habe ich das nur dank meiner Hunde durchgestanden.“

Es habe in der Vergangenheit auch andere ähnliche Situationen für sie gegeben. Demnach sei sie während ihrer Zeit im Libanon ohne Strom gewesen, während Bomben eingeschlagen hätten; auch hier seien ihre Hunde stets an ihrer Seite gewesen. 

Seit 2024 wohnt Kneissl in einem Haus im Dorf Giblitsy in der Oblast Rjasan. Dort lebe sie mit Hunden, Hühnern, Ponys und einem Pfau. Sie leitet zudem den St. Petersburger Thinktank „Gorki-Zentrum“ und hat im russischen Staatsfernsehen mehrmals Österreich scharf kritisiert.

2020 hat sie Österreich wegen „anhaltender Morddrohungen und eines faktischen Arbeitsverbots“ verlassen.

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Kneissl war von 2017 bis 2019 österreichische Außenministerin. International sorgte sie unter anderem für Schlagzeilen, als sie Putin 2018 zu ihrer Hochzeit in die Steiermark einlud, dort mit ihm tanzte auch und sich vor ihm auch verbeugte.

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Source:: Kurier.at – Politik

      

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