ORF-Sparmaßnahmen: Thurnher – „Werden über Nullohnrunden nachdenken“

Kultur

Kürzungen und Kündigungen beim ORF-Marketing, wo der ORF-Shop und die Abteilung „ORF-Stars“ eingestellt werden müsse. Weniger Führungskräfte, „und diejenigen, die künftig führen, werden einen viel größeren Bereich verantworten müssen als bisher“: Diese Maßnahmen skizzierte ORF-Chefin Ingrid Thurnher laut Ö1 am Donnerstag in einer Videobotschaft, mit der sie sich an die Belegschaft gewandt hat.

Es werde künftig „viel weniger Hauptabteilungen“ geben und weitere Kürzungen beim Personal geben. Der ORF habe die Zahlungen an die Pensionskassen ausgesetzt, bei Mehrdienstleistungen und Pauschalen müssen künftig „ganz harte Grenzen“ gesetzt werden, „alle Zusatzzahlungen werden strikt evaluiert“. Und der ORF werde über Nulllohnrunden nachdenken müssen. „Jeder Sonder- und jeder Pauschalvertrag wird durchleuchtet. Und, ich muss es leider aussprechen: Nicht jeder, der heute im ORF beschäftigt ist, wird das auch bleiben“.

Das sagte sie vor dem Vergütungsausschuss des ORF-Stiftungsrats, bei dem es am Donnerstag wird um die Sparmaßnahmen im ORF gehen sollte.

Dies seien „harte Einschnitte“, wie sie bisher der ORF „nicht gekannt“ habe. Sie wolle ihrem Nachfolge, Clemens Pig, Möglichkeiten für weitere Sparmaßnahmen aufzeigen: „Wie führen wir ORF III als Sender weiter? Können wir uns das Orchester noch leisten? Oder: Welche Sendungen werden wir einstellen müssen?“, zählte Thurnher auf. Und: „Wie viele Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter werden uns verlassen müssen? Sie sagte aber auch, dass die Maßnahmen noch nicht finalisiert seien und „intensive Gespräche“ auch mit dem Betriebsrat folgen werden.

Ihre Prognose, dass die Sparaufträge der Regierung den ORF in seinen Grundfesten erschüttern werde, treffe nun ein, sagte sie demnach. Das Budget für 2027 wird am 26. November im Stiftungsrat beschlossen. Dort werde auch die Finanzvorschau für die kommenden Jahre vorgelegt – und damit ein „sehr deutlicher und konkreter Plan, wohin die Reise gehen soll“.

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Laut Salzburger Nachrichten kosten die Sparmaßnahmen beim Marketing 20 Jobs. Die Gewerkschaft GPA reagierte in einer Aussendung empört. Die gesetzlich abgesicherten Rechte des zuständigen Betriebsrats seien ignoriert worden. Auch der Umgang mit den Beschäftigten sei inakzeptabel, kritisierte Gewerkschaftsvorsitzende Barbara Teiber. Die Kürzungen seien schlimm genug. „Die Betroffenen haben sich zumindest eine Umsetzung auf Augenhöhe und im Rahmen einer fair gelebten Sozialpartnerschaft verdient“, so Teiber. Man werde jede Kündigung bekämpfen, hielt OMC-Betriebsratsvorsitzende Isabella Switil fest.

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Source:: Kurier.at – Kultur

      

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