Boing 787: AUA erhält doch keine neuen Dreamliner

Wirtschaft

Vier Boeing 787-9 haben die Austrian Airlines bereits, drei weitere wird die AUA noch übernehmen. Zusätzlich waren dann noch fünf fabrikneue Dreamliner aus einer Lufthansa-Groß-Bestellung beim amerikanischen Flugzeugbauer reserviert. Doch daraus wird jetzt nichts, wie das Unternehmen dieser Tage bekannt gab.

Schon vor einigen Wochen war bekannt geworden, dass unsicher sei, ob fünf der insgesamt zwölf geplanten Flieger nach Wien zur AUA kommen, um Druck auf die Politik auszuüben, die Kosten des Luftfahrtstandorts zu senken.

„Anderweitig eingesetzt“

„Austrian Airlines bestätigt, dass die fünf fabriksneuen Dreamliner, die ab Ende 2027 zur Auslieferung stehen, innerhalb der Lufthansa Group anderweitig eingesetzt werden“, erklärte die AUA in einem schriftlichen Statement.

Für die Langstreckenflotte heißt das, dass die bisherigen alten Jets des Typs Boeing 777 „jedenfalls bis Ende 2029/Anfang 2030 weiter betrieben werden“.

Ganz vom Tisch ist die Erneuerung der Langstreckenflotte aber nicht. „Für Austrian Airlines könnte sich eine andere Option realisieren, im Zuge derer die bestehende Boeing 777-Flotte ersetzt werden könnte. Die aktuellen Gespräche zur Standortsicherung mit der österreichischen Politik sind hierbei ein entscheidender Baustein“, hieß es.

Die AUA verzeichnete im dritten Quartal mehr Umsatz und ein höheres operatives Ergebnis als im Vergleichszeitraum des Vorjahrs. Die Erlöse stiegen von Juli bis September um 13 Prozent auf 851 Mio. Euro, das Ebit kletterte um 19 Prozent auf 140 Mio. Euro. Die Passagier-Zahl stieg um 3 Prozent auf 4,89 Millionen, teilte Austrian diese Woche Dienstag mit. Die Auslastung sank um 1,4 Punkte auf 86,8 Prozent.

Wo der Austrian-Schuh drückt

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Doch insgesamt drückt der Schuh. Im Vergleich der ersten drei Quartale zusammen stieg der Umsatz zwar um 7 Prozent auf 2,07 Mrd. Euro. Das bereinigte Ebit brach allerdings um 37 Prozent auf 48 Mio. Euro ein. Die Bedingungen am Luftfahrtstandort Österreich blieben nämlich herausfordernd, bekräftigte die AUA, die sich seit Wochen für eine Abschaffung der Flugabgabe stark macht.

Angesichts der anhaltenden Rekordkosten für Kerosin stehen zudem weiter einige AUA-Verbindungen, insbesondere jene der Ultrakurzstrecken, wirtschaftlich auf dem Prüfstand. Zum Ende des Sommerflugplans wurden bereits die Verbindung Wien-Graz aus dem Streckennetz genommen und in Summe bisher 5 Prozent der Kapazitäten im Winterflugplan 2026/27 gegenüber dem Vorjahr reduziert.

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Source:: Kurier.at – Wirtschaft

      

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