
Die Zack Media GmbH hat beim Handelsgericht Wien Konkurs angemeldet, wie der KURIER am Freitag erfuhr, ohne zunächst eine Bestätigung dafür zu erhalten.
Am Freitagnachmittag bestätigte Herausgeber Peter Pilz dann via Standard, dass „Zackzack“ zusperren müsse. Und setzt sich prompt als Opfer von „Slapp“-Klagen in Szene.
Zack Media wurde schon mehrmals wegen Pilz‘ Berichterstattung rund um den Tod von Ex-Justiz-Sektionschef Christian Pilnacek geklagt, teils gibt es auch schon rechtskräftige Urteile wegen übler Nachrede.
Aktuell haben mehrere Polizisten eine neue Privatanklage eingereicht. Pilz sagt, der Verlag könne sich die Rücklagen, die für den Fall einer Verurteilung gebildet werden müssen, nicht leisten.
Berufung zu Pilnacek-Buch am Mittwoch
Gescheitert ist zuletzt auch der Versuch, im Zusammenhang mit Pilz‘ erstem Buch einen Vergleich zu schließen (der KURIER berichtete). Vier Polizisten, die Pilz als „Teil eines türkisen Putztrupps“ diffamiert hat, hatten ja wegen übler Nachrede geklagt und in erster Instanz gewonnen. Das Buch sollte vom Markt genommen werden, zudem sollte der Verlag rund 57.000 Euro an Schadenersatz zahlen. Zack Media legte Rechtsmittel ein.
Die Berufungsverhandlung findet nun am kommenden Mittwoch, 11. November, am Oberlandesgericht Wien statt.
Zack Media-Geschäftsführer Ferdinand Lischka wollte auf KURIER-Anfrage am frühen Freitagnachmittag keine Stellungnahme zum Konkurs abgeben.
Peter Pilz ist Gesellschafter mit einem Anteil von 33 Prozent. 50 Prozent hält der „Verein zur Förderung offener Medien“.
Source:: Kurier.at – Politik



