Bombendrohungen in Irland: Mehrere Büros irischer Medien geräumt

Politik

Die Büros irischer Mediengruppen einschließlich des öffentlich-rechtlichen Senders RTE sind am Freitag nach Bombendrohungen geräumt worden.

Die Drohungen seien als falscher Alarm eingestuft worden, sagte die Moderatorin Claire Byrne vom Radiosender Newstalk, der ebenfalls betroffen war.

Newstalk habe den Sendebetrieb um 11.00 Uhr (MEZ) wieder aufgenommen, nachdem den Mitarbeitern mitgeteilt worden sei, dass sie in das Gebäude im Zentrum von Dublin zurückkehren könnten.

Bombendrohung in Irland: „Ist besorgniserregend“

Die Zeitungsverlagsgruppe Irish Independent berichtete, dass ihre Büros in der Hauptstadt ebenfalls geräumt worden seien. „Es ist besorgniserregend, und wir nehmen die Drohung ernst“, sagte der irische Premierminister Micheal Martin kurz nach dem Ende der mehr als einstündigen Programmunterbrechung bei RTE in einem Telefoninterview mit dem Sender.

Der Vorfall zeige, wie vergleichsweise einfach es sein könne, durch Aktivitäten dieser Art für Störungen zu sorgen und das gesellschaftliche Leben zu untergraben. Solche Aktionen seien auch darauf ausgelegt, Angst und Unruhe zu verursachen. „Wir müssen in dieser Sache ruhig und sehr konzentriert bleiben“, erklärte Martin.

Der Sender RTE hatte einem seiner Hörfunkreporter zufolge kurz vor 10.00 Uhr (MEZ) ein E-Mail erhalten, in dem mit der Explosion einer Bombe innerhalb von 45 Minuten gedroht wurde. Der Reporter äußerte sich, nachdem das Nachrichtenprogramm aus einem Übertragungswagen wieder auf Sendung gegangen war. Das Gelände von RTE im Süden Dublins blieb seinen Angaben zufolge geschlossen, während die Polizei es Gebäude für Gebäude durchsuchte.

Der Moderator der Vormittagsnachrichtensendung von RTE Radio One erklärte, seinen Informationen zufolge stamme das E-Mail angeblich von denselben Personen, die hinter den falschen Bombendrohungen vom Donnerstag steckten. Diese hatten Dutzende Passagierflüge in ganz Europa gestört. Auch der Flughafen Wien in Schwechat war betroffen.

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Source:: Kurier.at – Politik

      

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