
Sechs Etappen sind bei der Vuelta noch zu absolvieren, am Sonntag wird in Granada der Sieger ermittelt – wenn dies durch die Zeitabstände nicht schon davor passiert ist. Mittendrin im Kampf um die Podiumsplätze ist der Osttiroler Felix Gall, der nach 15 Etappen auf dem zweiten Rang und 2:06 Minuten hinter dem Spanier Enric Mas liegt.
Am Montag erholten sich die Fahrer von den Hitzestrapazen der vergangenen Tage. Die Sonntag-Etappe wurde aufgrund der Temperaturen auf 110 Kilometer verkürzt. „Die Hitze hat am Sonntag den vorläufigen Höhepunkt erreicht. Es war eine gute Entscheidung, dass die Etappe verkürzt wurde. Wir haben schon 34 Fahrer, die aufgegeben haben“, erzählt Gall in einem Gespräch mit österreichischen Journalisten.
Dem Decathlon-Fahrer sei in der vergangenen Woche wichtig gewesen, „noch ein wenig Zeit gutzumachen“. Denn am Donnerstag wartet ein Zeitfahren über 32,1 Kilometer. „Das ist relativ lang, da werde ich eher Zeit verlieren und wohl den zweiten Platz an Primoz Roglic abgeben müssen.“ Der Slowene sei der beste Zeitfahrer.
Dennoch ist in der Final-Woche noch einiges möglich und ein Platz am Podium das große Ziel. Besonders hart werde die vorletzte Etappe über 187 Kilometer und 4.850 Höhenmeter. „Man muss schauen, was realistisch ist. Wenn ich merke, dass die anderen eine schwache Phase haben, dann werde ich das nutzen.“ Aber der Rückstand von zwei Minuten auf Mas sei nicht an einem Anstieg aufzuholen.
Gall erwartet auch eine knifflige Schlussetappe um Granada: „Das wird keine Triumphfahrt. Die Strecke ist knifflig, da muss man noch mal bereit sein, zu leiden.“
Source:: Kurier.at – Sport



