
Freilich gibt es Verträge, die Spielerinnen einhalten müssen. Doch, was hier passiert ist ein doppelter Fauxpas der Spielerinnengemeinschaft WTA – und an Herzlosigkeit nicht zu überbieten.
Tennisstar Alexandra Eala, immerhin die Nummer 18 im WTA-Ranking, will nächste Woche auf das Pflichtturnier China Open in Peking verzichten, aber nur um ihr Heimatland Philippinen bei den Asian Games (27. September bis 3. Oktober) vertreten zu können. Ihr Verband hat offiziell eine Ausnahme beantragt, die bislang jedoch nicht bewilligt wurde.
Deshalb droht der 21-Jährigen nun eine Geldstrafe der Women’s Tennis Association (WTA). Bis zu 10.000 Dollar Geldstrafe und null Punkte für das China Open könnten Eala drohen – und damit wohl ein Rückfall im Ranking.
Zum einen sollte es doch eine Ausnahmeregelung geben seitens der WTA. Denn wie viele Spielerinnen und Spieler wollen aufgrund des dichten Turnierkalenders noch für ihr Heimatland spielen. Und vor allem – warum finden die Asian Games zeitgleich statt? Hier hätte man zumindest einigen können.
Fauxpas im April
Denselben Fauxpas und dieselbe Rücksichtslosigkeit musste auch Österreichs Billie-Jean-King-Cup-Team im April hinnehmen. Damals war das Länderturnier der Europa-Afrika-Zone längst für den Zeitraum zwischen 5. und 11. April angesetzt – ehe plötzlich die WTA zum selben Zeitpunkt Österreichs größtes Frauen-Turnier, das Upper Austria Ladies, ansetzte. Die Folge: Alle Österreicherinnen spielten in Linz, während das Frauen-Team um Kapitänin Marion Maruska in die letzte Liga abstieg.
Source:: Kurier.at – Sport



