Kimi Antonelli: Vom Rennen im Kinderzimmer zum Formel-1-Superstar

Sport

Vom Kinderzimmer ins Kart 

Geboren wurde Andrea Kimi Antonelli am 25. August 2006 in Bologna. Seinen zweiten Vornamen verdankt er übrigens nicht, wie viele Fans vermuten, dem früheren Weltmeister Kimi Räikkönen. Ein Freund seiner Eltern hatte den Namen „Kimi“ vorgeschlagen.

Schon früh drehte sich bei ihm alles um Autos. Seine ersten Rennen fuhr Antonelli noch auf dem Fußboden seines Zimmers mit Spielzeugautos und kommentierte dabei das Geschehen selbst. Mit fünf Jahren wechselte er schließlich vom Spielzeug ins echte Kart.

Grund für sein frühes Interesse am Motorsport war sein Vater, Marco Antonelli. Der selbst ehemalige Rennfahrer, Gründer und Teamchef von AKM Motorsport, nahm seinen Sohn schon in jungen Jahren mit an die Rennstrecke. „Er war derjenige, der seine Leidenschaft mit mir geteilt hat“, erzählt Kimi. 

Sein Vater als wichtigster Ratgeber, seine Familie als Rückhalt 

Marco wurde zu seinem wichtigsten Begleiter und Ratgeber: „Mein Vater und ich haben eine sehr, sehr enge Bindung.“ Er brachte seinem Sohn nicht nur bei, wie man schnell Kart fährt, sondern vermittelte ihm auch, wie man sich im Motorsport verhält und mit schwierigen Situationen umgeht.

Noch heute ist sein Einfluss groß: „Ich weiß, dass er jemand ist, auf den ich mich wirklich verlassen kann, in jeder Situation. Und ich weiß, dass er immer für mich da sein wird und versuchen wird, mir zu helfen. Und er ist auch jemand, der mich in jeder Situation auf dem Boden hält“, sagt der 20-Jährige.

Seine Mutter Veronica und seine jüngere Schwester Maggie begleiten ihn ebenfalls immer wieder an die Rennstrecke. Während Veronica sich weitgehend aus der Öffentlichkeit heraushält, ist die Familie für Antonelli ein wichtiger Rückhalt. 

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Toto Wolff erkennt sein Talent 

Auch Mercedes-Teamchef Toto Wolff wurde früh zu einer wichtigen Figur in Antonellis Karriere. 2019 nahm er den damals elfjährigen Kartfahrer ins Mercedes-Juniorprogramm auf. 2020 und 2021 konnte er sich die CIK-FIA Karting-Europameisterschaftstitel sichern. 2022 gewann Antonelli die italienische und deutsche Formel-4-Meisterschaft, 2023 die Formula Regional Middle East und die europäische FRECA-Meisterschaft.

Die Formel 3 übersprang er, 2024 ging es direkt in die Formel 2. Nach Startschwierigkeiten und zwei Siegen beendete er die Saison als Sechster.   

In der Formel 1 angekommen 

2025 folgte schließlich der Sprung zu Mercedes in die Formel 1, als Nachfolger von Lewis Hamilton. Die erste Saison war schwierig, von Fehlern und Kritik begleitet.

Der Rookie musste, aufgrund der Gerüchte um Max Verstappen, sogar einige Zeit um sein Cockpit bangen. „Das Jahr hat mir deutlich mehr beigebracht, als ich erwartet hatte“, sagte der junge Italiener rückblickend. 

Vom Rookie zum WM-Favoriten 

2026 zeigt sich aber ein anderer Antonelli: abgeklärter, konstanter und souveräner im Umgang mit schwierigen Situationen und Rückschlägen – eine Entwicklung, die auch Peter Bonnington, Lewis Hamiltons ehemaliger Mercedes-Renningenieur, beobachtet: „Antonelli hat dieses gewisse Etwas, diese zusätzlichen paar Zehntelsekunden, die andere Fahrer suchen.“ 

Von den bisher 13 Grands Prix konnte er vor dem Sonntags-GP in Madrid sieben für sich entscheiden, somit mehr als die Hälfte der Rennen.

Darüber hinaus galt er bereits im Frühjahr mit 19 Jahren, sieben Monaten und vier Tagen als jüngster WM-Führender der Formel-1 Geschichte. Nach seiner spektakulären Aufholjagd mit 26 Überholmanövern und dem anschließenden Triumph beim Heim-Grand-Prix in Monza liegt Antonelli inzwischen 66 Punkte vor seinem Teamkollegen George Russell.

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Source:: Kurier.at – Sport

      

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