Sabalenka gegen Rybakina: Was die Finalistinnen so speziell macht

Sport

Die eine trägt den Tiger auf der Haut, die andere trägt ihn in sich. Aryna Sabalenka lebt ihre Emotionen aus, Jelena Rybakina versteckt sie. Beide wurden von ihren Vätern zum Tennis gebracht – und beide stehen nun vor dem größten Duell ihrer Karriere.

Am Samstag um 22 Uhr MESZ (live Joyn, Sky) geht es für die beiden um den Titel bei den US Open 2026. Sabalenka steht zum vierten Mal in Folge in Flushing Meadows im Finale. Sie hat die vergangenen beiden Ausgaben gewonnen und kann als erste Spielerin seit Serena Williams (2012 bis 2014) drei US-Open-Titel in Serie gewinnen. Außerdem ist sie die erste Spielerin, die auf Hardcourt acht Grand-Slam-Finali in Folge erreicht hat.

Die Show der Aryna Sabalenka

Vier Titel bei Grand-Slam-Turnieren hat die 28-jährige Sabalenka gewonnen, die um ein Jahr jüngere Rybakina hat zwei. Dennoch könnten die beiden unterschiedlicher nicht sein. Sabalenka ist laut, sie stellt auf Social Media ihr Privatleben zur Schau und sie schreit ihren Bällen bis über das Netz hinweg nach.

Der am Unterarm tätowierte Tiger wurde zum Markenzeichen. Er soll für ihren Kampfgeist stehen, ihr Geburtsjahr 1998 ist im chinesischen Sternzeichen das Jahr des Tigers. Zu ihrer auf dem Platz so offensiven Art passt ihre Halskette, die sie heuer bei den US Open trägt. Das Schmuckset mit Armband ist mit insgesamt 127,14 Karat Edelsteinen bestückt und soll nicht nur einfach schön sein. Sabalenka erklärte offen, dass sie damit auch ihre Gegnerinnen ablenken will. Ihr auffälliger Schmuck ist also nicht nur Mode, sondern von ihr selbst durchaus als psychologisches Spiel gedacht.

  Er überlebte die Atombombe: Baseball-Star mit 86 Jahren gestorben

Sabalenka weiß, dass ihr Auftreten auf dem Platz einschüchternd wirken kann. In einem sehr offenen Guardian-Interview sagte sie 2026, dass sie verstehe, warum manche Menschen sie für eine unangenehme Person hielten. Sie betonte aber auch, dass sie außerhalb des Platzes deutlich ruhiger und freundlicher sei.

Rybakina: Ruhe ist ihr Mittel zum Zweck

Jelena Rybakina ist auf dem Platz genau das Gegenteil. Die scheinbar fehlende Emotion ist nicht einfach nur ihre Persönlichkeit, sondern offenbar auch eine bewusste Stärke. In einem Podcast wurde ihre Körpersprache analysiert: Demnach nutzt sie nonverbale Kommunikation, um Emotionen zu kontrollieren und damit auch das Match zu beeinflussen.

Auf der gesamten Tour zählt sie zu den zurückhaltendsten Spielerinnen. Sie spricht selten über ihr Privatleben. Ihre Schwester Anna begleitet sie oft auf der Tour und ist eine wichtige Vertrauensperson.

Und doch haben Sabalenka und Rybakina eines gemeinsam. Beide wurden von ihren Vätern zum Tennis gebracht. Rybakina begann als Kind mit Gymnastik und Eislaufen. Weil sie relativ groß war, begann sie mit sechs Jahren mit Tennis.  Aufgrund der Kosten trainierte sie bis etwa 15 in einer Gruppe von rund acht Spielern – ungewöhnlich für eine spätere Weltklassespielerin.

Aber genau das war auch der Grund für die gebürtige Moskauerin, im Alter von 19 Jahren vom russischen zum kasachischen Verband zu wechseln. Zu diesem Zeitpunkt war sie die Nummer 175 in der Welt.  Kasachstan bot ihr finanzielle und sportliche Unterstützung, am kommenden Montag ist sie die erste kasachische Nummer eins der Welt.

…read more

Source:: Kurier.at – Sport

  Kimi Antonelli: Vom Rennen im Kinderzimmer zum Formel-1-Superstar

      

(Visited 1 times, 1 visits today)

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.