
Der Aufsichtsrat des Österreichischen Fußball-Bundes hat entschieden: Eine erneute Kandidatur von Gianni Infantino als FIFA-Präsident findet keine Unterstützung. Der Beschluss fiel einstimmig.
Als Begründung nennt der ÖFB die Entwicklungen der vergangenen Wochen und Monate. Die damit veränderten Rahmenbedingungen ließen sich nicht ignorieren, heißt es. Die gegen Infantino erhobenen Vorwürfe seien bislang weder aufgeklärt noch entkräftet worden.
Ganz überraschend kommt der Schritt nicht. ÖFB-Aufsichtsratsvorsitzender Josef Pröll hatte schon mehrfach betont, dass sich der Verband voll hinter die gemeinsame Linie der UEFA stellt. Der europäische Dachverband drängt seit Wochen auf einen Rückzug Infantinos, zuletzt hatten sich auch Italien und Belgien gegen eine Wiederwahl ausgesprochen.
Infantino selbst hält an seinen Plänen fest. Die FIFA bekräftigte zuletzt, dass sich an der Kandidatur „nichts geändert“ habe. Ein Gegenkandidat ist bisher nicht in Sicht, gehandelt wird unter anderem der kanadische Verbandschef Victor Montagliani. Nominierungen sind noch bis 18. November möglich, gewählt wird beim FIFA-Kongress im kommenden Jahr.
Mit Österreich hat nun ein weiterer Verband unmissverständlich Stellung bezogen. Ob daraus eine geschlossene europäische Front wird, bleibt offen.
Source:: Kurier.at – Sport



