
Philipp Hosiner beendet mit Saisonende seine aktive Karriere. Der frühere Austria-Torjäger bleibt den Wienern jedoch erhalten und übernimmt künftig eine Rolle als Individualtrainer für Offensivspieler in der Akademie.
Der 36-jährige Burgenländer prägte die jüngere Geschichte der Wiener Austria maßgeblich. In zwei violetten Engagements – von 2012 bis 2014 sowie seit 2023 – kam Hosiner in 161 Pflichtspielen auf 91 Tore und 24 Assists. Unvergessen bleibt vor allem die Saison 2012/13, in der er die Austria mit 32 Treffern zum bislang letzten Meistertitel schoss, Torschützenkönig wurde und zusätzlich als Bundesliga-Spieler der Saison ausgezeichnet wurde.
Auch international setzte Hosiner Akzente. Im entscheidenden Champions-League-Qualifikationsspiel gegen Dinamo Zagreb bereitete er Roman Kienasts 3:2 vor, das die Austria in die Gruppenphase brachte. Dort trafen die Wiener auf Atlético Madrid, den FC Porto und Zenit St. Petersburg. Beim 4:1 gegen Zenit erzielte Hosiner zwei Tore und gehört damit zu den wenigen Österreichern mit einem Doppelpack in der Champions League.
Wechsel ins Ausland
2014 wechselte Hosiner zu Stade Rennes nach Frankreich. Anfang 2015 wurde bei einem Medizincheck ein Tumor an seiner linken Niere entdeckt. Nach einer erfolgreichen Operation kehrte er wenige Monate später auf den Platz zurück und spielte anschließend unter anderem für den 1. FC Köln, Union Berlin, Sturm Graz, Dynamo Dresden und Kickers Offenbach.
2023 folgte die Rückkehr nach Favoriten. Als Kapitän führte Hosiner die Young Violets zurück in die 2. Liga. Nach 14 Treffern in seiner ersten Regionalliga-Saison steuerte er im darauffolgenden Jahr 21 Tore zum Aufstieg bei.
„Für mich ist nun der optimale Zeitpunkt, meine Karriere zu beenden und der nächsten Generation die Bühne zu überlassen“, erklärte Hosiner in einer Aussendung des Vereins. Der ehemalige Teamspieler wird künftig seine Erfahrung an die Nachwuchs-Offensivspieler der Austria weitergeben.
Besonders emotional blickt Hosiner auf die Unterstützung der Fans zurück: „Jedes Mal, wenn ich am Verteilerkreis gespielt habe, habe ich von den Fans das Vertrauen gespürt – vor zehn Jahren genauso wie heute. Ich möchte nur danke sagen: Danke für die großartige Unterstützung.“
Source:: Kurier.at – Sport



