
Der österreichische Doppel-Olympiasieger Benjamin Karl – der erst im Februar mit Bildern seiner Olympia-Siegespose mit nacktem Oberkörper für Diskussionen sorgte – hat mit Aussagen über sein Eheleben sowie Familienorganisation teils heftige Reaktionen ausgelöst.
Mittlerweile hatte der Snowboarder angekündigt, sich etwas aus der Öffentlichkeit zurückziehen zu wollen und für eine Weile nicht auf Instagram in Erscheinung zu treten. Kürzlich forderte Karl daher den Macher des Podcasts „Mindgames“ auf, jene Folge zu löschen, in der Karl die umstrittenen Aussagen getätigt hat.
Auf Gästeliste und doch nicht
Vergangenes Wochenende tauchte Karl allerdings in der Gästeliste bei „Sport und Talk aus dem Hangar-7“ bei ServusTV auf. Laut Presseaussendung des Privatsenders sollte es um „große Radsport-Ziele“ gehen und ein Ausblick auf den Wings for Life World Run 2026 gegeben werden. Karl strebt nach seiner Snowboardkarriere eine zweite Laufbahn als Radfahrer an.
Doch dann herrschte Verwirrung um den TV-Auftritt. Am späten Sonntagnachmittag schickte Servus TV laut einem Bericht auf derstandard.at eine „Korrektur“ und ein „Gäste-Update“ aus. Karl war nicht mehr auf der Gästeliste. Der Sender sprach von einem „redaktionellen Irrtum“. Der Snowboarder sei nie eingeladen gewesen, und habe deswegen auch nicht ausgeladen werden können.
ServusTV-Interview gelöscht
Mittlerweile wurde allerdings auch ein Auftritt Karls in dem Interviewformat „Die Gruaberin“ auf ServusTV On gelöscht. Die Sendung mit Kabarettistin Monika Gruber wurde vor der Aufregung um Karls Aussagen über sein Familienleben aufgezeichnet und am 22. April gesendet. Üblicherweise bleiben alle Interviews des Vodcasts nach der Erstausstrahlung online verfügbar. Ob die Löschung von Karl selbst angefordert wurde, bleibt offen. Eine Anfrage des KURIER sowohl zur Sendung „Sport und Talk aus dem Hangar-7“ als auch zu „Die Gruaberin“ ließ ServusTV bisher unbeantwortet.
Über die detaillierten Inhalte des Interviews wurde nicht prominent berichtet. Laut einem Leserhinweis ging es darin auch um den schweren Autounfall von Karl aus dem Jahr 2021, bei dem ein Unfallgegner in Osttirol ums Leben kam. Karl wurde daraufhin zu einer bedingten Haftstrafe verurteilt.
Am 27. Aprl erschien das rund 70-minütige „Mindgames“-Interview mit dem gebürtigen Niederösterreicher. Darin sprach er unter anderem über seine Kindheit oder einen potenziellen sportlichen Wechsel vom Snowboarden zum Rennradfahren. Er erzählte aber auch von seiner Ehe mit Psychotherapeutin Nina Karl-Grissmann. Das Paar ist seit 2011 verheiratet, lebt in Osttirol und hat zwei Töchter.
Ehefrau wollte mehr Zeit für sich, Karl lehnte ab
Karl schilderte im Podcast-Gespräch konkret den Wunsch seiner Frau nach mehr Zeit für sich, etwa für einen „Mädelsurlaub“. Der Sportler meinte dazu unter anderem: „Das geht nicht, weil ich finanziell der Verantwortliche für diese vier Mäuler bin.“
Ebenso sagte er: „Wenn ich Termine habe, wenn ich nach Wien muss, (…) dann muss das Priorität haben, weil das eben unser Leben finanziert. Da muss sie schon zurückstecken. Da muss man so ehrlich sein.“
Auch erwähnte er dabei, dass seine Frau „alles im Leben bekommen“ hätte, was „sie sich gewünscht habe“: Hochzeit, zwei Kinder, Haus und Swimmingpool.
Karl wurde daraufhin in Glossen, Berichten und in sozialen Medien vorgeworfen, selbst auch die Vorzüge dieses Lebens genossen zu haben und Familienarbeit über die Lebenszeit gerecht aufgeteilt werden müsse.
Karl reagiert: „Kann jedereit auf Mädelstrip fahren“
Benjamin Karl reagierte zunächst …read more
Source:: Kurier.at – Kultur



