
Von Lukas Bergmann und Fabio Tartarotti
Mitunter kann es für Vereine der dritthöchsten Spielklasse Österreichs schwierig sein, die Plätze bei Heimspielen zu füllen. Während sich in den Bundesländern, wo der Fußball oft integraler Bestandteil des Dorflebens ist, ganze Ortschaften am Sportplatz versammeln, müssen vor allem Wiener Fußballvereine am Wochenende mit einem Überangebot an Unterhaltungsmöglichkeiten konkurrieren. Das schlägt sich auch in der Regionalliga-Ost-Zuseherstatistik nieder, welche das Sportportal Sport-Fan.at veröffentlicht hat – mit prominenten Ausnahmen.
Der Spitzenreiter
Die mit Abstand größte Fanbase der Ostliga gehört dem Wiener Sport-Club. Über 3.000 Zuseher strömen in dieser Saison im Durchschnitt in das neue Prachtstadion der Stadt Wien an der Alszeile. Der Fanblock auf der Friedhofstribüne ist immer gut gefüllt. Transparente, eine breite Palette an eigenen Fangesängen und mitunter sogar Choreografien gibt es am Sport-Club-Platz zu sehen und zu hören. Eine Ausnahme in der Ostliga.
Der Stern des Südens
Für Spieler wie auch für Fans ist ein Match im Mattersburger Pappelstadion ein Erlebnis. Die Überreste aus den glorreichen Zeiten, wie die große Tribüne und Parkplätze für die Fanbusse, sind immer noch erhalten – auch wenn Letztere nicht mehr häufig zum Einsatz kommen. Der neu gegründete MSV 2020 ist immer noch ein Fixpunkt für Fußball-Fans im ganzen Bezirk und darüber hinaus. Das liegt auch daran, dass der MSV wie ein Phönix aus der Asche des SV Mattersburg emporstieg und ein Erfolgserlebnis nach dem anderen feierte. Die Fans belohnen die Leistung der Mannschaft: Regelmäßig pilgern über eintausend Fans in den Mattersburger Fußballtempel, um ihren Grün-Weißen beim Siegen zuzuschauen. Das zeigt auch, wie wichtig der Verein für das ganze Bundesland ist. Damit belegen die Mattersburger den soliden zweiten Platz im Ranking. Ein Neuling ist aber den Burgenländern dicht auf den Fersen.
Der Neue am Block
Etwa 2.000 Menschen wohnen in der Marktgemeinde Scheiblingkirchen im Bezirk Neunkirchen. Knapp die Hälfte davon findet sich Woche für Woche im Pittentalstadion ein, um den lokalen Fußballverein zu unterstützen. Das reicht für Rang drei der Statistik. Der Niederösterreichische Aufsteiger USV Scheiblingkirchen-Warth legte einen historisch erfolgreichen Saisonstart hin. Vielleicht ist das Geheimnis die eingefleischte Anhängerschaft, die auch regelmäßig zu Auswärtsspielen anreist.
Das Schlusslicht
Bislang spielt die Wiener Viktoria eine beeindruckende erste Saison seit Toni Polsters Abgang als Trainer. Auf die Zuseherzahlen hat sich der Personalienwechsel weniger positiv ausgewirkt – mit durchschnittlich 148 Zusehern nach acht Runden ist der Meidlinger Traditionsklub das Schlusslicht der Zuseher-Tabelle.
Source:: Kurier.at – Sport



