Mehr als 3 Milliarden Dosen pro Jahr: Widerstand gegen Red-Bull-Werk bei Berlin

Wirtschaft

Rund 50 Kilometer südlich von Berlin wollen Red Bull und Rauch ein Werk für die Produktion von rund 3,3 Milliarden Dosen pro Jahr bauen.

17 Hektar Kiefernwald sollen für die Erweiterung in der Nähe der bestehenden Werkhallen gerodet werden. Doch noch fehlt die notwendige behördliche Genehmigung für den Bau des Dosenwerks.

Wie das Umwelt-Netzwerk „Grüne Liga Brandenburg“ am Freitag ankündigte, will man nun auch gegen den neuen Bebauungsplan für den Ausbau des Werks juristisch vorgehen.

Erst im Februar hatte das Umwelt-Netzwerk „Grüne Liga“ schon einmal geklagt und damit das Projekt ausgebremst. Und auch mit den neuen Plänen von Red Bull zeigte man sich nicht einverstanden.

Anwalt sieht formelle Mängel

„Neben den Unklarheiten beim Lärmschutz, der Regenwasserversickerung und dem Artenschutz sind gravierende formelle Mängel erkennbar, die eine Unwirksamkeit auch des neuen Bebauungsplanes begründen“, sagte der Rechtsanwalt der Grünen Liga Brandenburg, Tim Stähle. „Ziel war offensichtlich die schnellstmögliche Aufstellung des Bebauungsplans. Eine ordnungsgemäße Prüfung und Abwägung blieben dabei auf der Strecke.“

Die Kritiker beklagen, dass die Stadt den beschlossenen Bebauungsplan noch nicht offiziell bekannt gemacht hat und fordern, dies umgehend nachzuholen. Denn erst ab diesem Zeitpunkt kann er auch gerichtlich überprüft werden. Daher befürchten Umwelt-Initiativen, dass mit der Rodung der für die Erweiterung vorgesehenen Waldflächen begonnen werden könnte, bevor eine gerichtliche Überprüfung möglich wird. Das teilte das Ressourcenbündnis Baruth mit.

Herstellung von Milliarden Dosen im Jahr geplant

Das Unternehmen hat nach der Verzögerung wegen der Rechtsstreitigkeiten den Betriebsstart des Dosenwerks für 2028 geplant. Gegen die Erweiterung gibt es vor allem aufgrund des Wasserverbrauchs seit langem Protest. Die Unternehmen betonen stets, dass nicht mehr Wasser als bisher gebraucht werde.

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Voraussichtlich sollen nach Firmenangaben rund 3,3 Milliarden Dosen pro Jahr für die Energydrinks hergestellt werden. Bisher werden die fertigen Dosen für die Abfüllung der Getränke in Baruth/Mark per Lkw zu dem Werk transportiert.

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Source:: Kurier.at – Wirtschaft

      

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