Trump will festsitzende Schiffe durch Straße von Hormus geleiten

Politik

Die US-Marine will nach Angaben von US-Präsident Donald Trump ab Montagfrüh in der Straße von Hormus festsitzende Schiffe aus der Meerenge heraus „geleiten“. 

Für den Fall etwaiger Behinderungen der Initiative „Projekt Freiheit“ drohte Trump auf seiner Plattform Truth Social, dagegen mit Härte vorzugehen. Viele Details zum Ablauf der Initiative ließ Trump jedoch offen. Der Iran warnte die USA umgehend vor Aktionen in der strategisch wichtigen Meerenge.

Vor dem Krieg hatten Tanker etwa ein Fünftel der weltweit gehandelten Menge an Öl- und Flüssiggas durch die Straße von Hormus transportiert. Der Iran kontrolliert die Meerenge seit Kriegsbeginn und hat den Schiffsverkehr mit Drohungen und Angriffen praktisch zum Erliegen gebracht. Die USA wiederum haben ihrerseits eine Seeblockade gegen Schiffe verhängt, die iranische Häfen anlaufen oder verlassen. Aktuell gilt im Iran-Krieg eine Waffenruhe, doch bei den diplomatischen Bemühungen ist bisher kein Durchbruch in Sicht.

Trump begründete seine Initiative damit, Länder aus der ganzen Welt hätten die USA darum gebeten, ihnen dabei zu helfen, ihre Schiffe zu befreien. Die USA hätten diesen Ländern mitgeteilt, „dass wir ihre Schiffe sicher aus diesen blockierten Wasserstraßen herausführen werden“, damit sie ihre Geschäfte unbehindert fortführen könnten. Es handle sich dabei um Schiffe aus Regionen der Welt, die nicht in den Iran-Krieg verwickelt seien. „Sie sind lediglich neutrale und unschuldige Dritte!“ Trump sprach auch von einer „humanitären Geste“. Vielen Schiffen würden Lebensmittel ausgehen sowie andere Dinge, die für gesunde und hygienische Zustände an Bord notwendig seien.

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Das für den Nahen Osten zuständige US-Regionalkommando Centcom teilte auf der Plattform X mit, dass US-Streitkräfte Trumps Initiative unterstützen würden. Konkret sollen demnach Lenkwaffenzerstörer, mehr als 100 Fluggeräte, unbemannte Plattformen sowie 15.000 Soldaten das „Projekt Freiheit“ unterstützen. Was ihre konkrete Aufgabe sein soll, wurde nicht erläutert.

Das „Wall Street Journal“ berichtete unter Berufung auf zwei hochrangige US-Beamte, dass es sich bei dem Projekt um die Einrichtung einer Koordinierungsstelle zur Regelung des Schiffsverkehrs durch die Meerenge handeln soll. Aktuell sieht die Initiative demnach nicht vor, dass Kriegsschiffe der US-Marine Schiffe durch die Straße von Hormuz eskortieren.

Trumps jüngster Plan ziele darauf ab, Minen zu orten und diese Informationen an Schiffe weiterzugeben, die die Meerenge passieren, damit sie diese Gefahren umgehen könnten. Auch abgesehen davon sollten allgemein die sichersten Routen für die Schifffahrt ermittelt werden, hieß es.

Iran weist Einmischung der USA zurück

Der Iran verbat sich dagegen jedwede amerikanische Einmischung in der Meerenge. Eine solche werde als Verstoß gegen die Waffenruhe betrachtet, schrieb der Leiter der Sicherheitskommission im Parlament, Ebrahim Azizi, auf der Plattform X. Die Straße von Hormuz und der Persische Golf würden nicht durch „Trumps wahnhafte Beiträge gesteuert“.

Der US-Präsident äußerte sich in seinem Post auch zu den Verhandlungen mit dem Iran: „Ich bin mir voll und ganz bewusst, dass meine Vertreter sehr positive Gespräche mit dem Iran führen und dass diese Gespräche zu etwas sehr Positivem für alle führen könnten“, schrieb er.

Nicht einmal 24 Stunden zuvor hatte sich Trump mit Blick auf die Verhandlungen mit dem Iran noch skeptisch geäußert. Der Iran hatte in den Bemühungen um ein Ende des Kriegs jüngst einen neuen Vorschlag …read more

Source:: Kurier.at – Politik

      

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