
Sturm hat zwar im Duell mit dem LASK um den Titel die schlechteren Karten, ist aber nach dem 4:2-Sieg in Hartberg noch dabei – und zumindest Vizemeister. Das Triple geht sich aber nur aus, wenn die Linzer bei der Austria verlieren und Sturm zuhause gegen Rapid siegt (beide Spiele Sonntag 14.30, Sky).
Dennoch ist man bei den Grazern vor allem nach der Darbietung in Hartberg mit 26 Abschlüssen zufrieden. „Wir haben zumindest den Vizemeister-Titel und können Champions-League-Qualifikation spielen. Bei Übernahme der Mannschaft im Winter habe ich und haben wir nicht gewusst, in welche Richtung es gehen wird. Jetzt haben wir eine coole Ausgangslage, der LASK hat jetzt den Druck, wir können nur gewinnen“, sagt Trainer Fabio Ingolitsch nach dem zwölften ungeschlagenen Spiel in Serie.
Dass die Ausgangslage cool ist, dafür sorgte auch ein 17-Jähriger. U17-Vizeweltmeister Luca Weinhandl sorgte in der 80. Minute mit einem abgebrühten, überlegten Schuss ins lange Eck aus rund 16 Metern für das wichtige 4:2. Zuvor war Sturms Motor ins Stocken geraten, Nervosität machte sich breit – es hatte eher nach Ausgleich für die Hartberger gerochen.
„Immer mache ich den nicht so, aber ich bin froh, dass es so gelungen ist“, sagt Weinhandl, der vom Spielstand in Linz (LASK führte bei Salzburg 2:0, am Ende gab es ein 2:1) bei seiner Einwechslung (59. Minute) gewusst hat. „Ich habe es mitbekommen, die andern Spieler glaube ich nicht. Aber wichtig wird sein, dass wir jetzt auf uns schauen.“
Großer Stolz
Weinhandl, der bei der U17-WM im Vorjahr einer der Jüngsten war, war zwar wie seine Kollegen nach dem verlorenen Finale gegen Portugal (0:1) enttäuscht, aber mittlerweile regiert der Stolz. „Das Turnier war wirklich ein unglaubliches Erlebnis. Die Atmosphäre, das Niveau und natürlich der Vize-Weltmeistertitel bleiben für immer in Erinnerung“, sagte der Steirer im Geburtstalk bei Sturm.at im Jänner.
Mit 15 debütierte Weinhandl bereits in der Zweiermannschaft von Sturm, im Jänner ließ ihn Ingolitsch in Rotterdam bei Feyenoord (0:3) in der Startelf debütieren, nun erzielte er in Hartberg auch seinen ersten Bundesliga-Treffer. Dennoch spielt Weinhandl weiter den Doppelpass. „Meine Eltern und Schüler unterstützen mich in der Schule, damit auch das klappt.“
Source:: Kurier.at – Sport



