Fassl fürs Gassl: Kanzler kehrt zu seinen Wurzeln zurück

Politik

375 Liter Bier wurden bei den politischen Sprechstunden rund um den Bierzapfhahn im ersten Jahr der Aktion verdrückt, als Christian Stocker vor 25 Jahren in seiner Heimat Wiener Neustadt die Aktion „Fassl fürs Gassl“ ins Leben rief.

Der damalige ÖVP-Vizebürgermeister hatte das politische Erbe Klaus Schneebergers angetreten. Um seine Popularität zu steigern, rief der Rechtsanwalt deshalb 2001 die Fassl-Tour ins Leben.

Heimspiel mit Bier

Ein Vierteljahrhundert später kehrte Stocker zu seinen Wurzeln und an den Ort des Geschehens zurück. Freitagabend fand am Wiener Neustädter Hauptplatz das Finale der heurigen „Fassl fürs Gassl“-Tour statt. Die politischen Rollen sind seit den Anfängen neu verteilt. Stocker ist heute Bundeskanzler und Schneeberger Stadtchef von Wiener Neustadt.

Nicht zuletzt wegen des Heimspiels des Bundeskanzlers schmiss sich das Organisationsteam ordentlich ins Zeug und bot nicht nur frisch Gezapftes auf, sondern auch eine zünftige Jause.

Austausch auf Augenhöhe

Wie der Bundeskanzler erklärt, lebt das „Fassl fürs Gassl“ in erster Linie vom direkten, persönlichen Kontakt zur Bevölkerung und dem Austausch zwischen Politikern und Bürgern. Es gehe immer darum, ein offenes Ohr für die Sorgen und Wünsche zu haben und diese in ungezwungener Atmosphäre bei einem Seidel diskutieren zu können. Dass man dabei auch mit Kritik und echten Sorgen umzugehen hat, sei für einen Politiker keine Überraschung.

Das Besondere an der Aktion: Auch Vertreter anderer Couleur als der ÖVP sind bei der Fassl fürs Gassl-Tour immer wieder dabei – und auch gern gesehen. Das wurde auch am Freitag am Hauptplatz gelebt, als sich beispielsweise Wiener Neustadts SPÖ-Vize und Landtagsabgeordneter Rainer Spenger unter die Gäste mischte.

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Source:: Kurier.at – Politik

      

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