Finale: Vienna Vikings jagen den Titel in der neuen Liga

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Vier Jahre ohne Titel ist eine lange Zeit. Vor allem, wenn man so knapp dran war, wie die Vienna Vikings zuletzt. Nach dem ELF-Titel 2022 und zwei Final-Niederlagen 2024 und 2025 stehen die Wikinger jetzt wieder im Endspiel. Diesmal in der neu gegründeten AFLE, eine der beiden Nachfolgeligen der ELF.

„Wir sind bereit“, tönt Tight End Bernhard Seikovits vor dem finalen Duell mit den Wroclaw Panthers am Sonntag (15.30/live ORF+). Panthers? Da war doch was. Richtig! Das Team aus Polen hat den Wienern in 13 Saisonspielen die einzige Niederlage zugefügt, am Sport-Club-Platz hatten sich die Panthers überraschend 34:31 durchgesetzt. „Wir haben gesehen, dass Wroclaw am Saisonende in Topform war und hart erkämpfte Auswärtssiege gefeiert hat“, sagte Chris Calaycay, der Headcoach der Vikings. „Das wird eine echte Herausforderung.“

Mit dem Titel nach Japan

Seikovits ist sich sicher: „Wir haben aus der ersten Niederlage gelernt. Das Finale war immer unser Ziel, jetzt wollen wir es auch gewinnen.“ Für den 29-Jährigen, der auch schon beim NFL-Team Arizona Cardinals unter Vertrag war, ist es aber auch aus einem anderen Grund ein besonderes Spiel. Nur zwei Tage nach dem Finale beginnt schon das nächste Abenteuer – es geht nach Japan. Er hat einen lukrativen Vertrag bei IBM Big Blue, einem Werksteam in Tsukuba unterschrieben.

„Ich freue mich schon extrem und habe hohe Erwartungen an die Liga.“ Frau und Hund bleiben in Wien, Seikovits wird – zumindest vorerst – auch nicht so lange bleiben. „Ich komme zur zweiten Hälfte der Saison, das Finale ist am 3. Jänner.“ Derzeit liegt der Fokus aber noch auf dem AFLE-Finale: „Japan ist schon im Hinterkopf. Aber im Vordergrund stehen ganz klar die Vikings, ich will den Titel holen.“

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Das gleiche Ziel hat auch Quarterback Ben Holmes. Der US-Amerikaner soll die Wiener mit seinen Pässen zum Sieg führen. „Ich bin jetzt drei Jahre hier und stehe in meinem dritten Finale“, sagt der 31-Jährige, „ich will jetzt endlich meinen ersten Titel.“

Problem der zwei Ligen

Spannung ist jedenfalls garantiert vor dem Endspiel. Ob der Sieger aber auch das beste Team des Kontinents ist, diese Frage bleibt in diesem Jahr unbeantwortet. Es gibt ja noch eine zweite Liga. Neben der AFLE mit acht Teams gibt es noch die European Football Alliance (EFA) mit sechs Mannschaften. In der EFA gewann Nordic Storm aus Dänemark den Titel, die Raiders Tirol hatten die Play-offs verpasst.

Für viele Fans ist nicht klar, warum es zwei Ligen geben muss. Die Teams konnten sich nach dem Aus der ELF nicht auf eine Struktur einigen. In der EFA sind die Teams für die Liga verantwortlich, in der AFLE gibt es einen externen Investor und ein Ligamanagement. Vikings-Eigentümer Robin Lumsden ist jedenfalls zufrieden mit dem ersten Jahr in der AFLE: „Es ist schön, mit einer Liga zu arbeiten, die ein Partner ist.“

Die AFLE wird es auch nächstes Jahr geben, möglich, dass sie wächst. Ein Team aus der EFA könnte wechseln, neue Teams kommen. Wirklich glücklich ist mit den zwei Ligen aber keiner. Lumsden: „Zwei Ligen irritieren den Markt.“ Der Anwalt, der unter anderem in Stanford studiert hat, hofft, dass …read more

Source:: Kurier.at – Sport

      

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