„Star Trek: Strange New Worlds“: Fremde flauschige Puppen-Welten

Kultur

Eine Zeitlang wurde es ein bisschen unübersichtlich mit den Serien-Neuerscheinungen aus dem Star-Trek-Universum. Am längsten hielt sich „Star Trek: Discovery“ auf Kurs (2017 bis 2024). Wie schon „Star Trek: Enterprise“ (2001 bis 2005) spielte die Serie in der Zeit vor der Original-Enterprise. Wobei das mit den Zeitlinien kompliziert ist und eigentlich ein Studium in angewandter Trekologie erfordert. Das ist auch von Vorteil, wenn man „Star Trek: Strange New Worlds“ ansieht, die – neben der bereits eingestellten „Starfleet Academy“ – letzte aktuell laufende Serie der Franchise.

Western und „Metropolis“

Auch hier befindet man sich in der Zeit vor den Flügen von Kirk und Spock – aber nur mehr kurz. Die Brücke der Enterprise ist noch in der Hand von Captain Pike (Anson Mount), aber Mr. Spock ist auch schon da. Und James T. Kirk auch. Aus der Originalserie weiß man, dass Pike etwas zustoßen wird. Aber noch ist er fidel und die düstere Zukunft steht stimmungsmäßig meist nicht im Vordergrund dieser Produktion, die den positiven Grundton des Originals erkennen lässt. Überhaupt in Folgen, in denen die Tradition des Genre-Hüpfens aufgenommen wird. Im „Raumschiff Enterprise“ waren das noch nur Zeitreisen, in „ST: The Next Generation“ gab es eine Westernfolge, in „ST: Voyager“ eine schwarz-weiße „Metropolis trifft Frankenstein“-Folge, in „ST: Deep Space Nine“ eine James-Bond-Parodie.

Klassiker: Transporter-Unfall

„ST: Strange New Worlds“ ist in der Hinsicht recht hemmungslos und hat etwa eine Musical-Episode veröffentlicht, „Subraum-Rhapsodie“. Da singt Spock über seine verletzten Gefühle (!) – in dieser Serie hat der Vulkanier nämlich mehr Frauen als der Captain. In der aktuellen Staffel ging „Strange New Worlds“ aber wirklich dahin, wo noch nie eine „Star Trek“-Serie hingegangen ist: Bei einem Transporter-Unfall werden fast alle Besatzungsmitglieder in Puppen verwandelt. Muppets-Puppen à la „Schweine im Weltall“, die Miss-Piggy-Parodie aus den 70ern. Mit allerlei Folgen, die drohen, wenn man – wie wir alle mittlerweile auch – auf Touchscreens angewiesen ist. Mit Flauschhänden funktionieren die nicht.

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Source:: Kurier.at – Kultur

      

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