60 Jahre „Star Trek“: Ständiger Lagerkoller beim Fanliebling „Deep Space Nine“

Kultur

Es ist schon ein seltsames Gefühl, dass die „neueren“ „Star Trek“-Serien auch schon wieder mehr als 30 Jahre alt sind. 1993 kam „Deep Space Nine“ ins US-Fernsehen. Nach „Next Generation“, das auf hohem Niveau das Originalkonzept weiterentwickelt hatte, war „DS9“ die erste gänzlich andere Star-Trek-Serie: Kein Erkunden und Erforschen, kaum Weltraumgefechte, niemand wurde herumgebeamt.

Wir befinden uns im 24. Jahrhundert in der Vereinten Föderation der Planeten, einer von den Menschen im 22. Jahrhundert mitgegründeten und von der Erde aus regierten Allianz. Diese Föderation verwaltet die Weltraumstation Deep Space Nine, die zuvor als Bergbaustation von den Cardassianern betrieben wurde.

Kleiner Exkurs: Die Cardassianer sind wie die meisten intelligenten Lebensformen in „Star Trek“ humanoid – was einen Unterschied zum „Star Wars“-Universum darstellt. Begründet ist das durch die technischen Möglichkeiten der Anfangszeit der Serie und durch Budgetbeschränkungen. So setzte man weitestgehend auf geschminkte Schauspieler. Diese Tradition hat sich bis heute gehalten.

Mit dem Sternenflottenoffizier Commander Benjamin Sisko (gespielt von Avery Brooks) erlangt die Station große kommerzielle, wissenschaftliche und strategische Bedeutung. Nach der Entdeckung des bajoranischen Wurmlochs wird sie dorthin verlegt und gilt als Tor zum kaum erforschten Gamma Quadranten.

An Bord herrschte zumeist üble Laune an der Grenze zur Klaustrophobie. Dies führte zu internen Grabenkämpfen, es gab eine spürbare Unruhe in der Raumstation, die sich auch auf die Seher übertrug. In der vierten von sieben Staffeln fügte man dann den populären klingonischen Offizier Worf aus „Next Generation“ hinzu – wohl auch, um die Quoten wieder anzukurbeln.

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Die Meinungen unter den Fans waren ziemlich gespalten zwischen Begeisterung und Ablehnung. Was bleibt: „Deep Space Nine“, das bis 1999 lief, hat mit seiner intensiven – und von manchen auch lähmend empfundenen – Charakterentwicklung vieles von dem vorweggenommen, was heute als zeitgemäßes Fernsehen gilt.Peter Temel

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Source:: Kurier.at – Kultur

      

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