60 Jahre „Star Trek“: Diese „Enterprise“-Serien sind eher mit Warp 0 unterwegs

Kultur

Manche Träume werden doch wahr. Also eh nur die kleinen, aber immerhin. Als eingefleischter „Next Generation“-Fan durfte man durchaus Euphorie zeigen ob der Nachricht, dass der beste Kapitän von allen in einer eigenen Serie zurückkehrt.

Aber Euphorie wird immer bestraft. „Picard“ (2020 bis 2023 zu sehen) geht dorthin, wo sich noch keine Originalserie hinwagte, in dieses epische, lange, entspannte, ausführliche (wir fassen zusammen: ein bisschen fade) Erzählen, das die großen Serien des Streamingzeitalters eingeführt haben und von dem die Branche jetzt nicht mehr so recht wegkommt.

Es ist zäh.

Nach der Anfangseuphorie, dass der schönste britische Akzent der Zukunft wieder zurück ist, quält man sich durch eine verworrene Story um Datas Tochter und irgendwas mit alten Feindschaften und einer alten Liebe, die nie wahr werden durfte.

Das Interesse erstirbt mit – Vorsicht, Spoiler! – Picards Tod am Schluss der ersten Staffel, der aber natürlich nicht das Ende ist, denn es folgen noch zwei Staffeln.

In denen werfen die Drehbuchautorinnen und -en dann all das in die Schlacht, mit dem man Interesse ankurbeln könnte. Die alten Crewmitglieder kehren ebenso zurück wie das Schlawiner-Alien Q, es gibt Borg und mal wieder die Notwendigkeit, das Universum zu retten. Man würde es gerne mögen, aber es fällt schwer.

Damit ist „Picard“ aber nicht alleine im „Star Trek“-Universum: In den unendlichen Weiten finden sich auch manche vergebene Chancen.

Mittelgute Reise

Die vielleicht zweitgrößte neben Picard ist wohl „Voyager“. Es ist die Serie mit dem besten Setting: Ein Raumschiff wird ans andere Ende des Universums geschleudert und tritt die Heimreise an. Was für außergewöhnliche Möglichkeiten! Man würde die wildesten Aliens erwarten, kriegt aber wieder nur die menschenförmigen Dinger und Storys, die man schon kennt. Einzig die kleine Hürde, dass Captain Janeway die erste Frau im Chefsessel einer Serie ist, wurde übersprungen. Leider zu wenig. G. Leyrer

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Source:: Kurier.at – Kultur

      

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