Iranischer Atomchef an Teilnahme bei IAEA-Sitzung in Wien gehindert

Politik

Der Chef der iranischen Atomenergiebehörde, Mohammad Eslami, ist nach Angaben des staatlichen Fernsehens an der Teilnahme bei einer Sitzung der Internationalen Atomenergiebehörde IAEA in Wien gehindert worden. 

„Mohammad Eslami und seine Delegation hatten am Samstag einen Linienflug nach Wien genommen, wurden aber auf dem Weg dorthin von Hindernissen durch die USA aufgehalten“, berichtete das iranische Fernsehen am Montag. Demnach kehrte Eslami bereits nach Teheran zurück.

Eslami war zur Eröffnung der IAEA-Generalkonferenz erwartet worden. Die Nachrichtenagentur Bloomberg berichtete, ihm sei die Einreise nach Österreich verwehrt worden. Das Außenministerium in Wien reagierte vorerst nicht auf eine APA-Anfrage. Laut Bloomberg hatte die UNO eine Sanktionsausnahme für Eslami beantragt.

Österreichischer Botschafter einbestellt

Aus diplomatischen Kreisen in Wien verlautete, dass Eslami die Einreise nach Österreich auf Drängen der USA verweigert worden sei. Teheran bestellte den österreichischen Botschafter ein, um gegen diese Entscheidung zu protestieren.

„Die Weigerung der österreichischen Regierung, der Delegation der Islamischen Republik Iran Visa auszustellen, ist eine völlig ungerechtfertigte Entscheidung“, sagte der Sprecher des iranischen Außenministeriums, Esmail Baghaei. „Es ist für uns offensichtlich, dass dieser Vorfall aufgrund von Druck der USA stattfand, aber das enthebt die österreichische Regierung nicht aller Verantwortung“, fügte er hinzu.

Konflikt um Irans Atomprogramm

Die USA und Israel hatten ihren am 28. Februar begonnenen Krieg gegen den Iran damit begründet, dass dessen Atomprogramm eine Gefahr darstelle. Die beiden Länder vermuten ebenso wie Europäer bereits seit Jahrzehnten, dass die Islamische Republik sich mit Atomwaffen ausrüsten wolle, was Teheran kategorisch zurückweist.

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Um das iranische Atomprogramm gibt es immer wieder Konflikte. Teheran hatte IAEA-Inspektionen in den vergangenen Jahren immer mehr eingeschränkt. Dies war eine Reaktion auf die Entscheidung von US-Präsident Donald Trump, aus dem Atompakt mit dem Iran auszusteigen. Seit den ersten Angriffen der USA und Israels auf iranische Atomanlagen im Vorjahr hat die Islamische Republik die Zusammenarbeit mit der IAEA fast gänzlich eingestellt.

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Source:: Kurier.at – Politik

      

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