Heute vor 40 Jahren: Der FC Tirol startet seinen Siegeszug durch Europa

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Das größte Tiroler Fußballmärchen auf internationaler Ebene begann mit einem Albtraum. Als der FC Tirol am 17.September 1986, einem Mittwoch, gegen Sredets Sofia in die Europacup-Saison startete, deutete nichts darauf hin, dass der Klub wenige Monate später im Halbfinale stehen würde.

Stoitschkow am Tivoli

Das Team von Felix Latzke geriet im Heimspiel im Tivolistadion früh in Rückstand und war gegen die Bulgaren chancenlos. Vor allem einen gewissen Hristo Stoitschkow, später Star-Stürmer beim FC Barcelona, bekam die Tiroler Verteidigung nicht in den Griff.

Die Rettung für den FC Tirol kam damals von oben: Ein Wolkenbruch zwang den Schiedsrichter zum Abbruch. Bei der Neuaustragung 24 Stunden spielten dann die Tiroler wie aus einem Guss.

3:0 vor 12.000 Fans

„Es gibt Geschichten, bei denen du nicht genau weißt, warum es so läuft“, erinnert sich Manfred Linzmaier. Der Innsbrucker war damals Kapitän des FC Tirol und fixierte bei der Neuaustragung der Partie am 18. September 1986 mit seinem Treffer den 3:0-Endstand. 

Die beiden anderen Tore hatten vor 12.000 Fans im Tivolistadion Publikumsliebling Alfred Roscher und Peter Pacult erzielt.  „Spätestens da waren wir auf der Euphoriewelle“, sagt Linzmaier.

Einstieg von Swarovski

Die Aufbruchstimmung war freilich schon seit den Sommermonaten spürbar. Mit der Saison 1986/’87 begann die Ära des FC Tirol. Mit dem Einstieg der Firma Swarovski und der Übernahme der Bundesliga-Lizenz des FC Wacker Innsbruck wurde alles anders. Neues Logo, neue Vereinsfarben, neue Stars.

„Schon die Teampräsentation war ein Wahnsinn“, erinnert sich Kapitän Linzmaier. „Wir hatten Trikots, die keiner zuvor hatte. Jeder hat plötzlich nur mehr über den FC Tirol geredet.“ 

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Das Rückspiel in Sofia wurde für den FC Tirol zur Zitterpartie. Das Team von Felix Latzke brachte gegen den Klub, der praktisch das halbe bulgarische Nationalteam verkörperte, mit Hängen und Würgen ein 0:2 über die Zeit.

Aber die Innsbrucker waren auf den Geschmack gekommen und starteten fortan im UEFA-Cup so richtig durch. 

Alles Müller, oder was?

„Wir hatten im Team einfach eine gute Mischung“, erzählt Manfred Linzmaier. Das fing bei Tormann Tomislav Ivkovic an, ging weiter bei den Innenverteidigern Robert Auer und Ivica Kalinic und endete bei den Stürmern Alfred Roscher und Peter Pacult.

Über allem stand freilich Hansi Müller, der Spielmacher und Unterschiedsspieler des FC Tirol. Der deutsche Europameister (1980) war schon eine Saison zuvor nach Tirol gekommen, „aber erst im Europacup-Jahr hat er richtig gezeigt, was er drauf hat“, sagt Manfred Linzmaier, der als Mittelfeldmotor ebenfalls zu den Stützen gehörte.

Die Europacup-Reise führte den FC Tirol weiter nach Belgien, wo sich der Klub gegen Standard Lüttich nach einem 2:1-Heimsieg und einer 2:3-Niederlage auf Grund der Auswärtstorregel durchsetzte.

Im Sonderflieger auf die Krim

Im Achtelfinale wurde dann Spartak Moskau mit dem Gesamtscore von 2:1 aus dem Bewerb geworfen. Das Hinspiel (0:1) fand damals in Simferopol auf der Krim statt, weil es Ende November in Moskau zu kalt war.

„Das war ein einziges Abenteuer“, berichtet Manfred Linzmaier. „Die haben aus der UdSSR einen eigenen Flieger geschickt, um uns zu holen.“ Die Spieler blieben auf der Krim die ganze Zeit über im Hotel. Der mitgereiste Tiroler Koch erregte auch die Aufmerksamkeit der lokalen Journalisten. „Die haben gebettelt, ob sie nicht bei uns mitessen …read more

Source:: Kurier.at – Sport

      

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