
Die Bundesliga hat sich in eine dreiwöchige Länderspielpause verabschiedet. Gelegenheit, um die ersten sieben Runden Revue passieren zu lassen.
Wer hat überzeugt, wer blieb hinter den Erwartungen?
Rapid
Nur einen Punkt mehr als 2025 haben die Grünen, „aber es fühlt sich ganz anders an“, betont Routinier Kara nach dem Startrekord im 21. Jahrhundert. Nach Anlaufschwierigkeiten im Frühjahr hat Trainer Hoff Thorup sein Team auf offensiven Ballbesitzfußball eingeschworen – Kicker wie Demir, Seidl und Dahl blühen beim nun torgefährlichsten Verein der Liga auf.
Die nächste Partie – beim LASK – könnte eine der wenigen sein, bei der noch der fehlende Sechser wehtut.
Salzburg
Das umfassende Facelifting (17 Neuzugänge, 20 Abgänge) steht den Salzburgern gut zu Gesicht. Neo-Trainer Röhl ist es gelungen, sehr rasch ein stabiles Team mit mehr Fokus auf spielerische Lösungen zu formen.
Nicht von ungefähr ist Salzburg als einzige Mannschaft noch ungeschlagen. Die individuelle Klasse mag früher vielleicht höher gewesen sein, als Einheit scheint die aktuelle Generation aber besser zu funktionieren.
LASK
Die Linzer haben nach sieben Runden zwar um zehn Punkte mehr als in der letzten Saison, kamen zuletzt aber ins Straucheln. Ein 3:1 in Hartberg zu verspielen – das war alles andere als meisterlich. Für viele Spieler ist die Doppelbelastung mit der Champions League Neuland, das hat Auswirkungen auf den Ligaalltag.
Sturm
Acht Tore in sieben Partien zeigen deutlich, wo die Problemzone der Grazer liegt. Sturm wird seinem Namen bisher nicht gerecht und lässt zu oft die Durchschlagskraft vermissen. Mit einem Stürmer von Format wäre in Salzburg ein Sieg möglich gewesen. So wurde es ein 0:3, das den Rückstand auf Rapid auf sieben Punkte anwachsen lässt.
WSG Tirol
Solide und unaufgeregt – das zeichnet die Tiroler seit jeher aus. Langzeit-Sportchef Stefan Köck (seit 2014) ist es erneut gelungen, ein schlagkräftiges Team zusammenzustellen, das mit erhöhter spielerischer Qualität jedem Gegner ein Haxl stellen kann – wie der Sieg bei der Austria beweist. Im Normalfall sollte die WSG Tirol mit dem Abstieg nichts zu tun haben.
Hartberg
Markus Schopp startete seine dritte Amtszeit mit drei Niederlagen. Aber so ein Fehlstart wirft ein so gefestigtes Team nicht aus der Bahn. Danach holte Hartberg acht von zwölf möglichen Punkten.
Als Glücksgriff könnte sich Rapid-Leihgabe Andrija Radulovic erweisen, der sich beim 3:3 gegen den LASK in seinem ersten Joker-Einsatz in Hälfte zwei mit zwei Toren und einem Assist einstellte.
Ried
Ex-Sportchef Wolfgang Fiala setzte vor seinem Wechsel zu Rapid durch, dass vom Standard-Fokus unter Trainer Senft auf Kombinationsfußball unter Despotovic gewechselt wird. Gleich geblieben ist die Heimstärke:
Sieben ihrer acht Punkte holten die Rieder vor eigenem Publikum. Vor allem die Routiniers Stefan Schwab (zwei Tore) und Ante Bajic (vier Assists) geben der SV Ried Stabilität.
GAK
An der Entwicklung der Grazer lässt sich erkennen, dass der berühmte Trainereffekt nicht immer eine Floskel ist. Seit Gerald Scheiblehner im Amt ist – er folgte Ferdinand Feldhofer nach dem 0:8 bei Rapid – sammelt der GAK fleißig Punkte und präsentiert sich als lästiger Gegner. Das bekam auch die Austria beim 2:2 in Graz zu spüren.
Lustenau
Die Vorarlberger nahmen den Rückenwind aus der 2. Liga mit und präsentieren sich wie jeder Aufsteiger als unangenehmer Gegner. Auswärts …read more
Source:: Kurier.at – Sport



