Nach Insolvenz: Plachutta und Friese retten Café Engländer vor dem Aus

Wirtschaft

Das Café Engländer in der Wiener Innenstadt nahe dem Stadtpark bekommt neue Betreiber. Wie der Falter berichtet, erhielten die Gastronomiefamilien Plachutta und Friese den Zuschlag in einem Bieterverfahren, nachdem die Betreibergesellschaft kürzlich Insolvenz angemeldet hatte.

Der bisherige Betreiber Christian Wukonigg war Anfang Juli plötzlich verstorben, woraufhin die Betreibergesellschaft des traditionsreichen Kaffeehauses in finanzielle Schwierigkeiten geriet.

Kontinuität steht im Vordergrund

Plachutta und Friese als neue Betreiber setzen auf Bewahrung statt Revolution. Kontinuität soll beim Innenstadtlokal im Vordergrund stehen, solche Häuser könne man „nicht neu erfinden“, hieß es laut Falter.

Plachutta und Friese haben bereits Erfahrung mit der Rettung traditionsreicher Wiener Kaffeehäuser. Erst vor kurzem übernahmen die beiden Gastronomiefamilien auch das Café Bräunerhof und bewahrten es so vor dem Aus.

Kultstatus mit bewegter Geschichte

Das Café Engländer gilt als Institution der Wiener Kaffeehaus-Szene. Im Jahr 1990 hatte Wukonigg, ein gelernter Buchhändler, gemeinsam mit Attila Corbaci das Lokal übernommen, das damals noch den Namen Windhag trug. Nach einer ersten Insolvenz wagte Wukonigg Anfang der 2000er-Jahre gemeinsam mit Wolfgang Jelinek, der 2017 verstarb, einen Neustart.

Mit den Jahren entwickelte sich das Engländer zu einem Kultlokal. Bekannt wurde es vor allem für seine außergewöhnliche Küche und die traditionell gekleideten Ober. Viele Gäste stammen aus der Wiener Kunst- und Kulturszene.

Neben dem Café Engländer betrieb Wukonigg auch das Restaurant „Paul & Vitos“ am Petersplatz sowie zeitweise die „Bar 1010“. Im Oktober 2023 eröffnete er einen zweiten „Engländer“-Standort am Praterstern in der ehemaligen Polizeistation.

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Source:: Kurier.at – Wirtschaft

      

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