
Der Papst war noch nicht in Frankreich, da bezeichnete die katholische Tageszeitung La Croix seinen nahenden Staatsbesuch bereits als „historisch“. „Papst Superstar“, titelte wiederum die Zeitung Le Parisien.
Präsident Emmanuel Macron holte ihn persönlich am Flughafen ab und sagte nach einer kurzen Unterredung im Élysée-Palast, es sei „eine große Ehre und eine große Freude“, Leo XIV. auf französischem Boden zu empfangen. Dieser wiederum sendete in einer kurzen Ansprache eine Botschaft für Frieden, der täglich durch Dialog und Gerechtigkeit geschaffen werde. Er warnte vor einem „schwer kontrollierbaren Wettrüsten“. Es verbreite sich „zunehmend die irrige Überzeugung, der Besitz von Atomwaffen sei eine Garantie für Sicherheit“.
Bis Montag wird der Papst Station in Paris und der Vorstadt Saint-Denis, am südfranzösischen Pilgerort Lourdes und in Metz machen. Ein enormes Sicherheitsaufgebot mit 14.000 Polizisten, Gendarmen und Soldaten und Mitgliedern von Eliteeinheiten kommt ebenso zum Einsatz wie Drohnen zur Überwachung und Vorrichtungen gegen mögliche Angriffe aus der Luft. Sensible Zonen in Paris wurden am Freitag abgesperrt, mehrere Metrostationen geschlossen und Booten das Fahren auf der Seine verboten.
Tatsächlich herrschte riesiger Andrang auf die kostenlosen, aber reservierungspflichtigen Plätze bei den großen öffentlichen Gebeten mit Leo XIV., der von Freitag bis Montag Station in Paris und der Vorstadt Saint-Denis, am Pilgerort Lourdes und in Metz macht.
Ein enormes Sicherheitsaufgebot mit 15.000 Polizisten, Gendarmen und Soldaten und Mitgliedern von Eliteeinheiten ist geplant. Zum Einsatz kommen neben einem besonders starken Schutz des Papamobils Drohnen zur Überwachung und Vorrichtungen gegen mögliche Angriffe aus der Luft. Sensible Zonen in Paris werden abgesperrt, mehrere Metrostationen geschlossen und Booten das Fahren auf der Seine verboten.
Präsident Emmanuel Macron empfing den Pontifex am Freitagvormittag offiziell am Flughafen, im Anschluss folgte eine kurze Unterredung. Dabei soll es laut Élysée-Palast um „die großen internationalen Fragen“ vom Krieg Russlands gegen die Ukraine über die Kampfhandlungen im Iran bis zu den Herausforderungen durch Künstliche Intelligenz gehen.
An den Messen nimmt der Präsident nicht teil, stattdessen kommen seine Frau Brigitte Macron und Premierminister Sébastien Lecornu.
Bis zu 600.000 Personen werden erwartet
Zur ersten Großveranstaltung am Freitagabend, einem Gebetsvigil, werden 80.000 Gläubige zwischen 17 und 35 Jahren im Stade de France in Saint-Denis erwartet. Am Samstag folgt eine riesige Messe auf der Place de la Concorde in Paris. Teilnehmer können sich auch auf der Avenue des Champs-Élysées und der Avenue de la Grande-Armée, die ebenfalls zum Triumphbogen führt, versammeln.
Die Behörden begrenzten die Höchstanzahl der Personen auf 600.000. Das starke Interesse hatte sie überrascht, nachdem beim Besuch von Papst Benedikt 2008 nur 260.000 Personen an der Messe am Invalidendom teilnahmen. Nur noch ein geringer Bruchteil der Menschen in Frankreich sind praktizierende Katholiken und während die Zahl der Erwachsenen-Taufen an Ostern zwar ständig steigt, ist jene der Neugeborenen eingebrochen. Der US-amerikanische Papst zieht dennoch die Massen an.
Am Samstagabend fährt Leo XIV. weiter nach Lourdes, wo unter anderem ein Gebet an der Grotte von Massabielle und eine traditionelle Lichterprozession mit Rosenkranzgebet im Marienheiligtum geplant sind. Den Abschluss der Reise bildet ein symbolträchtiger Besuch im lothringischen Metz, der Stadt des früheren französischen Außenministers Robert Schuman, einer der Gründerväter der Europäischen Union.
Zu einer Ansprache …read more
Source:: Kurier.at – Politik



