
Seit knapp einer Woche kennt die heimische Innenpolitik trotz steigender Energiepreise und fehlenden Einigungen bei Wehrdienstreform wie Sozialhilfe neu nur ein Thema. Die SPÖ und Vorsitzdebatte.
Wie berichtet will Medienmanager Gerhard Zeiler an der Spitze der SPÖ einen „Kurswechsel“ herbeiführen und die Partei von ihrem 15 Prozent Niveau bringen. Doch SPÖ-Chef Andreas Babler wurde erst vor wenigen Monaten an der Spitze mit 81,5 Prozent bestätigt und die Statuten für einen etwaigen Wechsel – die sind so starr wie die roten Reihen stumm.
OGM hat 1.004 Wahlberechtigte befragt (Schwankungsbreite +/- 3,1 Prozent), ob sie dem international erfolgreichen Manager auf dem innenpolitischen Parkett Chancen einräumen.
20 Prozent der Befragten halten Zeiler für „den Richtigen“, um die SPÖ zu führen. Doppelt so viele (42 Prozent) befinden das Gegenteil davon. Bemerkenswert in diesem Zusammenhang sind die Ergebnisse nach Parteipräferenz. 57 Prozent der SPÖ-Sympathisanten halten Zeiler nicht für den Richtigen. Lediglich 16 Prozent halten ihn für eine Alternative zu Amtsinhaber Babler. „Die eigene – noch verbliebene – SP-Wählerschaft steht nicht hinter Zeiler, sondern halbherzig hinter Babler“, sagt OGM-Chef und Meinungsforscher Wolfgang Bachmayer.
Sollte sich die SPÖ am Sonntag – Babler hat alle Länderchefs nach Wien gebeten – einigen und alles auf eine Kampfabstimmung hinauslaufen, so gehen
47 Prozent der Befragten davon aus, dass das Match Zeiler gegen Babler heißen wird. 41 Prozent halten es indes für wahrscheinlich, dass neben Zeiler noch ein anderer Repräsentant der Roten ins Rennen geht.
Im Detail halten es
38 Prozent für wahrscheinlich, dass Babler und Zeiler gegen einander antreten
29 Prozent für wahrscheinlich, dass Babler, Zeiler und Burgenlands Landeshauptmann Hans Peter Doskozil um den Vorsitz kämpfen.
In Interviews sagt Zeiler er wolle als möglicher neuer Mann an der Spitze der SPÖ jedenfalls in der Regierung bleiben. Das Gros der Befragten (56 Prozent) geht davon aus, dass das stimmt. 27 Prozent mutmaßen indes, dass Zeilers Obmannschaft in Neuwahlen mündet.
„Weil sich der Prozess noch hinziehen wird, ist die Gefahr groß, dass beide Kandidaten Zeiler und Babler und damit die SPÖ beschädigt werden“, befindet der OGM-Chef.
Sollte Gerhard Zeiler Parteichef werden, dann gehen
35 Prozent davon aus, dass das der SPÖ dazu verhelfen wird, in Umfragen leicht zuzulegen – aber auf dem dritten Platz bleiben.
34 Prozent davon aus, dass es zu keinen Veränderungen kommen wird und
10 Prozent, dass die SPÖ gar weiter verlieren wird.
Source:: Kurier.at – Politik



