Kosovo gegen Österreich: Noch einmal dehnen, stärken und gewinnen

Sport

Nach zwei Siegen und einem Remis möchte Österreichs Fußballteam am Sonntag die erste Nations-League-Periode mit einem vollen Erfolg im Kosovo (18 Uhr) abschließen. „Wenn wir das schaffen, schaut es auch tabellarisch sehr gut aus“, meint Patrick Wimmer und sagt: „Wir werden auf Sieg spielen.“ Die wichtigsten Fragen und Antworten zum Spiel in Pristina.

Worum geht es?

Es könnte eine Vorentscheidung um den Aufstieg fallen, sofern Österreich gewinnt und Irland knapp drei Stunden später im Heimspiel gegen Israel Punkte liegen lassen sollte. Fakt ist: Auch der Kosovo will seine Chancen auf den Gruppensieg wahren und setzt auf seine Heimstärke. Im ersten Nations-League-Heimspiel gegen Irland in Pristina feierte die Elf von Franco Foda einen 1:0-Sieg, der höher ausfallen hätte können. Die Iren hatten in der kosovarischen Hauptstadt nur eine Torchance.

Wo wird denn gespielt?

Im Fadil-Vokrri-Stadion im Zentrum von Pristina. Vokrri, ehemaliger Teamspieler Jugoslawiens und Verbandspräsident des Kosovo, verstarb 2018 im Alter von nur 57 Jahren nach einem Herzinfarkt. Die Arena wurde am selben Tag nach ihm benannt. Vokrri hatte als Fußballpräsident dafür gesorgt, dass der Verband von FIFA und UEFA aufgenommen wurde. Knapp 13.000 Fans passen in die Arena mit Laufbahn, sie wird randvoll sein, aus Österreich kommen rund 600 Fans.

Was für ein Spiel ist zu erwarten?

Kein schönes. „Ich habe selten so einen ungepflegten Platz gesehen, das ist bestenfalls eine Wiese, eher ein Acker. Ich muss das leider so deutlich sagen“, sagte Ralf Rangnick am Samstag. Patrick Wimmer stimmte zu: „Auf so einer Wiesn’ hab ich schon lange nicht mehr gespielt.“ Es werde eine Rolle spielen, wer mit diesen Verhältnissen besser klarkommt, so Rangnick. Der Matchplan werde aufgrund der Umstände „ein bisschen anders aussehen“, verriet der Teamchef.

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Wie wird Franco Foda sein Team einstellen?

Österreichs Ex-Teamchef zeigt Verständnis für Rangnicks Kritik am Rasen. „Wir wissen um die Problematik, das hat damit zu tun, dass im Sommer die meisten Vereine hier ihre internationalen Spiele absolviert haben, weil es das einzige Stadion ist, das UEFA-Standards erfüllt“, so der Trainer des Kosovo. „Der Platz hat sich leider seither nicht mehr erholt.“

Der Deutsche hat zuletzt am Donnerstag Opfer gebracht, um nun gegen das ÖFB-Team bessere Chancen zu haben. Gegen Israel in Debrecen setzte der Deutsche praktisch auf eine B-Elf, brachte sieben neue Spieler im Vergleich zum 1:3 in Wien letzten Sonntag – es wurde ein 0:0. Personelle Sorgen hat Foda aber noch immer. „Wir haben einige Verletzungen zu beklagen.“ Abwehrchef Hajdari von Hoffenheim ist abgereist. Fit und bereit fühlt sich aber Topstürmer Vedat Muriqi, der in Wien nach wenigen Minuten die Topchance nicht genützt hat und am Donnerstag aufgrund muskulärer Probleme pausiert hat.

Wen wird Ralf Rangnick aufstellen?

Auch Österreichs Teamchef wird wieder rotieren. Alexander Schlager wird im Tor spielen. Patrick Wimmer wird wohl zum vierten Mal in der Startelf stehen. Der Offensivspieler spielte in den bisherigen drei Partien zwei Mal über 90 und einmal 73 Minuten. „Meine Akkus sind komplett voll. Ich freu’ mich schon wieder auf die Partie“, sagte der Dauerläufer am Samstag.

Mehr als Wimmer hat bisher nur Xaver Schlager gespielt. Und zwar alle drei Partien über 90 Minuten. „So …read more

Source:: Kurier.at – Sport

      

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