Trainereffekt ausgeblieben: Lackenbach weiterhin sieglos

Sport

Von Fabio Tartarotti 
 

Im Juni feierten Robert Serdar und der SV Lackenbach einen der größten Erfolge der Vereinsgeschichte. Mit dem Meistertitel in der II. Liga Mitte sicherte sich Lackenbach nach 55 Jahren erstmals wieder einen Platz in der Burgenlandliga. Etwa vier Monate später ist die Euphorie in Lackenbach verflogen. Nach acht Runden in der Landesliga ohne einen Sieg zog der Lackenbacher Vorstand die Reißleine. Meistertrainer Serdar wurde seines Amtes enthoben. 

„Ich musste irgendeinen Impuls setzen“, erklärt Karl Heinz Pekovits, der sportliche Leiter, die Entscheidung. „Es war sehr schwierig. Ich schätze Robert und seine Familie enorm. Er hatte wesentlich zum historischen Aufstieg beigetragen, aber manches im Leben hat einfach ein Ablaufdatum. Ich war mir auch nicht mehr sicher, ob er noch die ganze Kabine hinter sich hatte.“ Interimistisch übernommen wurde das Traineramt von Florian Mileder. „Die Mannschaft hat super auf seine Übernahme reagiert. Wir wollen nicht überhastet einen neuen Cheftrainer ernennen und bis wir diesen gefunden haben, wird der Florian das gut machen“, so Pekovits. 

Im ersten Spiel ohne Serdar blieb der Trainereffekt aus. Lackenbach verlor am Samstag zuhause knapp mit 0:1 gegen Halbturn – trotz Überzahl in der Schlussviertelstunde. „Meine Spieler haben gemeint, dass es nach der Pause wie bei einem Handballspiel war. Halbturn hat an der Strafraumgrenze eine Art 6:0-Abwehr aufgebaut. Normalerweise muss man so ein Spiel gewinnen, aber der Ball wollte einfach nicht ins gegnerische Tor. Wir haben uns für unsere hervorragende Leistung heute nicht belohnt“, erklärte Interimscoach Mileder die Gründe für die erneute Niederlage. Das Saisonziel bleibt für den Vorstand weiterhin der Klassenerhalt. Soll das gelingen, muss die Mannschaft aber wohl früher oder später auch voll punkten. Die nächste Chance dafür bekommt der Aufsteiger beim Heimspiel gegen Pama.

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Source:: Kurier.at – Sport

      

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