Philip Kucher: Aus dem Doskozil-Lager zu Babler

Politik

Philip Kucher hat sich ebenso wenig um seine neue Aufgabe als geschäftsführender SPÖ-Parteichef gerissen wie seine Kollegin Eva-Maria Holzleitner. Der Klagenfurter leitet bisher recht souverän die eigene Fraktion im Nationalrat. Dazu trägt auch sein freundliches Gemüt bei. Menschlich ist der 45-Jährige in allen Parteien geschätzt.

Auch wenn Kucher ganz gerne einmal eine angriffige Rede hält, ist er definitiv mehr Konsenspolitiker. Wiewohl er Hans Peter Doskozil beim Vorsitzenden-Dreikampf der SPÖ unterstützte, nahm ihn Babler als Klubchef – wohl auch in der Hoffnung, damit das gegnerische Lager zu versöhnen.

Das gelang zwar nicht, doch erwies sich Kucher als bedingungslos loyal. Er war eine der wenigen wichtigeren Stimmen der Partei, die sich zuletzt noch hinter den Vorsitzenden stellte.

Als wichtiges Thema Kuchers, der als Kind Tierarzt werden wollte, gilt die Gesundheit. Während der Corona-Pandemie kämpfte er an der Seite der damaligen Parteivorsitzenden Pamela Rendi-Wagner für Schutzmaßnahmen. Später wurde auch die Sicherheitspolitik zu einem Spezialgebiet.

Auf der Uni versuchte er sich etwa an der Psychologie und der Betriebswirtschaftslehre, bevor er seinen Fokus ganz auf die Politik lenkte. Schon in jungen Jahren leitete er in Kärnten das Renner-Institut, davor war er bereits Vize-Chef der ÖH an der Universität in Klagenfurt. Sein Wechsel nach Wien erfolgte 2013. Seither hat er ein Mandat im Nationalrat.

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Source:: Kurier.at – Politik

      

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