Unglückliches Parndorf: Nordburgenland-Derby geht an den MSV

Sport

Von Lukas Bergmann

Es war ein Spiel, auf das viele Fans im Nordburgenland hingefiebert hatten. Zum ersten Mal seit März 2025 gab es das Duell zwischen dem Mattersburger SV 2020 und dem SC Parndorf 1919. Obwohl der MSV 101 Jahre jünger ist als der Gast, ist das Kräfteverhältnis gar nicht so klar. Die Rollen drehten sich an den letzten Spieltagen. Während Parndorf gut in die Saison startete und im ÖFB-Cup nur knapp am WAC scheiterte, war der Beginn für die Mattersburger alles andere als einfach. Vier Spieltage brauchten die Grün-Weißen für ihren ersten Saisonsieg, doch seitdem ging es mit der Formkurve langsam, aber sicher bergauf. Die Parndorfer haderten hingegen seit dem Cup-Aus mit der Form und auch mit dem Selbstvertrauen.

​Im Pappelstadion ließen sie sich das allerdings nicht anmerken. Die Gäste hatten wesentlich mehr Spielanteile und der MSV lief dem Ball meistens hinterher. Der Schock für die Parndorfer kam jedoch in der 21. Minute: Gabriel Federer nutzte einen Stellungsfehler eiskalt aus und versenkte den Ball scharf und flach im kurzen Eck. Die Gäste brauchten eine Weile, bis sie das Gegentor verdaut hatten. In der zweiten Halbzeit legten sie dann los wie die Feuerwehr, vergaben aber Chance um Chance. Zusätzlich haderten sie mit dem Schiedsrichter, der einen klaren Elfmeter zu ihren Gunsten nicht gab. Und so endete das Spiel, trotz 17:3 Torschüssen für Parndorf, mit einem Sieg für die Heimmannschaft.
​Goldtorschütze Gabriel Federer war nach dem Abpfiff sehr erleichtert: „Es war ein richtig wichtiger Sieg. Wir arbeiten seit dem Sommer auf so ein Spiel hin. Dass wir den Derbysieg holen, ist ein unglaubliches Gefühl.“ Nach seinem ersten Treffer für die Mattersburger im Pappelstadion war Federer komplett sprachlos: „Ich kann das Gefühl ehrlich gesagt nicht beschreiben. Ich habe so lange auf das Tor gewartet. Dieses Gefühl, wenn die Tormusik in diesem geilen Stadion vor diesen geilen Fans, für diesen geilen Verein erklingt, ist einfach unglaublich.“

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​Für Parndorf-Trainer Paul Hafner war diese Niederlage sehr ärgerlich, besonders angesichts des Spielverlaufs: „Wir haben das Spiel bis zum Gegentor eigentlich gut kontrolliert. Dann haben wir im gegnerischen Drittel oft die falsche Entscheidung getroffen, und das rächt sich. Wir hätten dieses Spiel aber niemals verlieren dürfen.“ Das Cup-Aus hatte laut ihm auch Einfluss auf das Formtief: „Wir hatten seitdem natürlich auch mit einigen Verletzungen zu kämpfen. Wenn das Spielen dann nicht so einfach von der Hand geht, wird es schwierig, wieder das Selbstvertrauen aufzubauen. Wir müssen jetzt schauen, dass wir defensiv wieder stabiler stehen, vor allem, wenn es offensiv nicht so funktioniert, wie es sollte.“ Damit liegen beide Mannschaften im Mittelfeld der Tabelle.

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Source:: Kurier.at – Sport

      

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