Immobiliendeal: Großinvestment auf Schiene

Wirtschaft

Rund 21.914 Liegenschaften und Grundstücke in Österreich, knapp 3.482 Gebäude, 1.056 Bahnhöfe, etwa 6.000 Dienst- und Mietwohnungen sowie ungenutzte ehemalige Bahnareale gehören zum Immobilienportfolio der Österreichischen Bundesbahnen (ÖBB). Nun geht eine Transaktion über die Bühne, die lange vorbereitet wurde – wenn sie kartellrechtlich genehmigt wird. 

Die ÖBB kaufen den Bahnhof Wien Mitte zurück, den sie 2005 an die damalige Bank Austria-Creditanstalt verkauft hatten. Der Rückkauf betrifft den gesamten Shopping- und Bürokomplex Wien Mitte (The Mall).

Damit sind Bahnanlagen und Immobilie nach 20 Jahren wieder in einer Hand. Über den Kaufpreis wurde Stillschweigen vereinbart, kolportiert wurde ein geschätzter Kaufpreis von rund 600 bis 700 Millionen Euro. Verkäufer ist eine Investorengruppe rund um Morgan Stanley Real Estate Investing. 

Wien Mitte ist, gemessen an den Fahrgästen, der viertgrößte Bahnhof Österreichs und einer der wichtigsten Verkehrsknoten des Landes: Täglich halten 575 Züge, rund 75.000 Menschen steigen ein, aus oder um. Die Entwicklung von Wien Mitte kann nun wieder aus einer Hand gesteuert werden – das war in den vergangenen Jahren nicht möglich.

Der Standort hat eine lange Geschichte: 1848 wurde der Bahnhof Hauptzollamt eröffnet, 1934 ging er in das Eigentum der Bahn über. Ab den späten 1950er-Jahren wurden über den Gleisen Bürogebäude, Markthalle und Busbahnhof errichtet. Der heutige Komplex wurde von der Wien Mitte Immobilien GmbH, je zur Hälfte im Eigentum von BAI und Bank Austria, errichtet, 2013 ging der Standort in Betrieb.

An- und Verkauf von Liegenschaften

Die ÖBB verkaufen laufend Objekte, die für den Bahnbetrieb nicht mehr gebraucht werden. So hat die ÖBB-Immobilienmanagement GmbH 2025 durch die Veräußerung von nicht betriebsnotwendigen Objekten 39 Mio. Euro erzielt, etwa durch den Verkauf ehemaliger Bahnareale, die in Stadtentwicklungsgebiete umgewandelt werden.

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So haben die ÖBB vor Jahren den Großteil des ehemaligen Wiener Nordbahnhofareals im 2. Bezirk an ein Immobilienkonsortium für das Nordbahnviertel verkauft und behielten nur Restflächen. Mittlerweile ist das Nordbahnviertel fertig und viele Menschen haben dort neue Wohnungen bezogen.

 In der Nähe gehört den ÖBB das 44 Hektar-Areal des Nordwestbahnhofs im 20. Bezirk: gemeinsam mit der Stadt Wien wird es in den nächsten Jahren nach und nach in ein neues Stadtquartier umgewandelt werden.

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Source:: Kurier.at – Wirtschaft

      

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