Villa beschlagnahmt: Ermittlungen gegen ehemalige Meinl-Bank-Verantwortliche

Wirtschaft

Die Wirtschafts- und Korruptionsstaatsanwaltschaft (WKStA) dürfte Ermittlungen gegen frühere Verantwortliche der Meinl Bank führen, berichtet der Standard online. Die Zeitung verweist dabei auf eine gerichtliche Beschlagnahme von Liegenschaften, die einst Julius Meinl V. gehörten, dem ehemaligen Bankchef und Aufsichtsrat der Meinl Bank. Die Meinl Bank, die später in Anglo Austrian Bank (AAB) umbenannt wurde, ist 2020 pleite gegangen.

Der Oberste Gerichtshof (OGH) hatte heuer im Frühjahr nach Klage des Masseverwalters rechtskräftig entschieden, dass der ehemalige Bankenchef über 9 Mio. Euro an Beraterhonoraren und Reisekostenersatz zurückzahlen muss. Nach dem Urteil brachte er laut Standard über seine Anwälte Gegenansprüche vor und ließ wissen, dass er in Österreich über kein Vermögen verfüge.

Kurz nach der Insolvenz der Bank soll Meinl, der in Tschechien lebt, eine Villa in Wien-Döbling an eine tschechische Gesellschaft verkauft haben, heute gehöre sie indirekt einer Angehörigen, so der Standard. Auch ein Gut in der Steiermark habe er einem Angehörigen geschenkt, wie aus dem Grundbuch ersichtlich sei. Der Masseverwalter will laut dem Bericht den Schenkungs- und wohl auch den Verkaufsvertrag anfechten und rückgängig machen. Er argumentiert laut „Standard“ sinngemäß, dass der frühere Bankenchef jenes Vermögen zugunsten Angehöriger verringert habe, aus dem sonst die Gläubiger hätten befriedigt werden können.

Liegenschaften gerichtlich beschlagnahmt

Das soll laut dem Bericht auch die Strafverfolgungsbehörden auf den Plan gerufen haben. Denn demzufolge hat das Landesgericht für Strafsachen Wien Ende September im Rahmen dieser Causa die Villa in Wien-Döbling und ein Grundstück in der Steiermark beschlagnahmt. Das erschließe sich aus entsprechenden Grundbucheintragungen. Der Beschluss selbst sei nicht rechtskräftig und könne daher noch angefochten werden.

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Bis zu einer Aufhebung der Beschlagnahme können die Eigentümer aber nicht mehr über die Immobilien verfügen, heißt es in dem Bericht. Das Straflandesgericht Wien bestätigte laut Standard ein Ermittlungsverfahren der WKStA. Die Behörde gab keine Stellungnahme dazu ab. Für die Verdächtigten oder Beschuldigten gilt die Unschuldsvermutung.

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Source:: Kurier.at – Wirtschaft

      

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