„Street Fighter“: World-Warrior-Turnier und tödliche Verschwörung

Kultur

Von Gabriele Flossmann

Bislang hat der Film weltweit über 205,3 Millionen US-Dollar an den Kinokassen eingespielt. Für ein blutiges, etwas albernes (Mach-)Werk ist dieser – zumindest finanzielle – Erfolg bemerkenswert. Auf den ersten Blick orientiert sich dieser „Street Fighter“ an der ersten Verfilmung des gleichnamigen Videospiels aus dem Jahr 1994. Trotz katastrophaler Kritiken – oder deswegen? – ließ sie schon damals die Kinokassen klingen und machte ihre Hauptdarsteller – Jean-Claude Van Damme, Raúl Juliá und Kylie Minogue – berühmt und möglicherweise auch reich.

Wer noch nie „Street Fighter“ gespielt hat, kann sich das Spiel am besten als eine Welt der Kampfkünste vorstellen, in der die Regeln der Realität bis zum Äußersten ausgereizt werden. Im Kern treten Kämpfer aus aller Welt gegeneinander an, um sich mit immer stärkeren Gegnern zu messen; dabei bringt jeder Charakter seinen eigenen Kampfstil, seine Persönlichkeit und oft völlig absurde Spezialfähigkeiten in den Ring ein. Sie können Energiestöße abfeuern, kraftvolle Tritte austeilen, oder mit Schallwellen um sich schießen. Kurz gesagt: Es geht um ein Kräftemessen, das in der realen Welt physikalisch unmöglich wäre.

Das Spiel greift Elemente aus Martial-Arts-Filmen, Profi-Wrestling sowie Actionkino auf und steigert sie zu etwas Überlebensgroßem. Die Handlung des neuen Films – soweit man dieser auch wirklich folgen kann (und will) – spielt, wie schon der erste Film, im Jahr 1993: Die entfremdeten Street Fighter Ryu und Ken Masters werden erneut für ein „World-Warrior“-Turnier rekrutiert. Ein brutales Aufeinandertreffen von Fäusten, Wut und schiefgelaufenen Schicksalen ist die Folge.

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Um möglichst viele und vor allem spektakuläre Kampfszenen einbringen zu können, dräut hinter dem Turnier auch noch eine tödliche Verschwörung. Sie zwingt die Kämpfer dazu, sich nicht nur einander, sondern auch den Dämonen ihrer Vergangenheit zu stellen. Und wenn ihnen das nicht gelingt, heißt es: „Game Over!“

Die Besetzung des Films ist eine Mischung aus Schauspielern, Profi-Wrestlern, Musikern und Kampfsport-Persönlichkeiten. Erhebt sich zum Schluss nur noch eine Frage: Darf man als bekennender Nicht-Fan des Street-Fighter-Videospiels diesen Film überhaupt beurteilen? Und wenn ja – wie? Und wie katastrophal sollte die Kritik ausfallen, damit auch dieser Film zum Kassenschlager wird?

INFO: USA/JPN 2026. 119 Min. Von Kitao Sakurai. Mit Noah Centineo, Andrew Koji.

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Source:: Kurier.at – Kultur

      

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