Wegen Paketgebühren: Shein investiert 500 Mio. Euro in Polen

Wirtschaft

Der Onlinehändler Shein plant in diesem Jahr eine Investition von 500 Mio. Euro in den Ausbau seines Logistikzentrums in Polen. Damit setze Shein auf die „umfassende Expansion“ seiner europäischen Kapazitäten für Logistik und Auftragsabwicklung, erklärte das in China gegründete Unternehmen, das seinen Hauptsitz inzwischen in Singapur hat, am Mittwoch. Das Logistikzentrums dürfte helfen, die Auswirkungen neuer europäischer Gebühren auf Pakete abzumildern.

Europa sei „ein Schlüsselmarkt“ für das Unternehmen, erklärte Leonard Lin von Shein. „Mithilfe dieser Investition schaffen wir effizientere, flexiblere und widerstandsfähigere Betriebsabläufe in Europa.“ Nach Unternehmensangaben werden mit der Investition „größere Lagerkapazitäten“ geschaffen, außerdem treibe sie „den Einsatz fortschrittlicher Automatisierungstechnologie“ voran.

Seit Sonntag neue EU-Gebühr für Pakete aus Drittstaaten

Seit Sonntag wird in der EU eine Bearbeitungsgebühr für Pakete aus allen Drittstaaten erhoben. Sie beträgt zwei Euro pro unterschiedlicher Artikelart in einem Paket. Für jede Sendung werden also mindestens zwei Euro mehr fällig – zusätzlich zu den Zöllen auf kleine Päckchen, die es seit Juli dieses Jahres gibt.

Die Einnahmen sollen die Kosten in den Zollbehörden decken, die wegen einer Paketflut in den vergangenen Jahren deutlich gestiegen sind. Ein Großteil der in die EU geschickten Warensendungen kommen aus China, vor allem über Onlinehändler wie AliExpress, Shein und Temu.

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Source:: Kurier.at – Wirtschaft

      

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