Ludwig zu Anti-Israel-Demonstranten: „Lassen uns hier nicht wegterrorisieren“

Kultur

Bei einer Veranstaltung zum Europatag am Stephansplatz in Wien hat es am Samstag  eine Protestaktion gegen Israel gegeben. Pro-palästinensische Demonstranten und Demonstrantinnen übertönten dabei mit Trillerpfeifen und einem Megafon die Ansprachen von Außenministerin Beate Meinl-Reisinger (NEOS) und Bürgermeister Michael Ludwig (SPÖ). Ludwig kritisierte die Demonstranten scharf. „Wir lassen uns hier nicht wegterrorisieren“, sagte er laut einem Video.

Die Demonstrantinnen und Demonstranten sprachen sich gegen das Vorgehen Israels im Gazastreifen aus und riefen „Free Palestine“. Sie protestierten zudem gegen die Teilnahme Israels am Eurovision Song Contest (ESC) in Wien aus und bezeichneten die österreichische Regierung als mitschuldig am Genozid im Gazastreifen.

„Wir sind in Europa der Toleranz verpflichtet“, so der Bürgermeister. Wenn Menschen niedergepfiffen werden, „ist das nicht unser Wien“. Wien werde trotzdem „in Fest des Miteinander“ durchführen. Es werden „alle Sicherheitsvorkehrungen“ getroffen, dass alle Künstlerinnen und Künstler in Wien auftreten können.

 Einige Polizisten rückten aus, griff aber nicht ein.

Die Ansprachen von Meinl-Reisinger und Ludwig waren aufgrund der Protestaktion nur schwer verständlich. Meinl-Reisinger versuchte erfolglos mit den Demonstranten zu verhandeln: „Ich würde vorschlagen, vielleicht kann ich jetzt was sagen, und dann machen wir das vielleicht extra. Machen wir eine Arbeitsteilung, vielleicht?“ Ludwig antwortete den Demonstranten direkt: „Das, was Sie machen, hat mit Toleranz nichts zu tun. Ich werde mich immer dafür einsetzen, dass die Menschen heute hier aussprechen können und nicht niedergepfiffen werden. Das ist nicht unser Wille, das sage ich ganz offen.“

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Source:: Kurier.at – Kultur

      

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