
Wenn die Vienna Capitals am Mittwoch erstmals im Betrieb der ICE Hockey League das heimische Eis betreten, dann hat in Kagran ein neues Zeitalter begonnen. Nicht nur sportlich. Schon am Weg zur Arena wird den Zuschauern eines auffallen: Das großflächige Rot von Hallen-Sponsor Steffl wich den dunklen Farben des neuen Namenssponsors der Arena neuro.io. Der Lesbarkeit wegen heißt die Heimstätte der Capitals ab sofort neuro-Arena. Das Schweizer Unternehmen aus der KI-Medizinbranche, das schon in den vergangenen Jahren Partner der Wiener war, vergrößerte sein Engagement beim Hauptstadtklub.
Eine optische Änderung wird den Zuschauern sofort auffallen: Die Wiener spielen in sehr klassischen Dressen ohne große Designelemente, fast im Retro-Stil.
Ganz und gar nicht retro will die Mannschaft in dieser Saison auftreten. Nachdem zuletzt drei Mal in Folge das Viertelfinale verpasst wurde, haben die Wiener auch wirtschaftlichen Druck, die Play-offs und die damit verbundenen Mehreinnahmen zu erreichen.
Das sollte mit den getätigten Transfers und dem neuen Trainer Mike Stewart auch möglich sein. Wenn auch klar ist: Obwohl die Wiener mit einem Mannschaftsrekordbudget in die Saison gehen, ist ein Platz in den Top 6 keineswegs einplanbar. Denn andere Teams haben sich auch verstärkt, und mit dem HC Milano kam ein Klub dazu, der mit 18 Italo-Legionären das System der Doppelstaatsbürger enorm ausreizt. Die Italiener sind am Samstag der zweite Gast der Capitals.
Die Hochkaräter
Am Mittwoch geht es aber erst gegen Szekesfehervar. Wie schon in den ersten beiden Partien zu sehen (2:3 in Bozen, 5:4-Sieg in Innsbruck) haben die Wiener ein sehr starkes Powerplay. Für die vier Überzahl-Tore benötigten die Wiener insgesamt nur 66 Sekunden. Das liegt auch daran, dass Star-Stürmer Linden Vey mit Nick Bailen (kam von Meister Graz) und Torjäger Jakob Lilja (zuletzt EV Zug) und Shane Gersich (HC Bozen) hochkarätige Kollegen dazu bekam.
Wie weit es für die Vienna Capitals gehen kann, liegt auch daran, ob noch ein Zusatzsponsor aufgetrieben werden kann. Denn vorerst nur bis Mitte Oktober wurde mit Adam Reideborn ein Goalie verpflichtet, den es normalerweise nicht in die Liga verschlägt. Nach der Verletzung von Sebastian Wraneschitz kam der Schwede, der zuletzt beim SC Bern spielte, 2022 und 2023 mit CSKA Moskau russischer Meister war, 2021 WM-Tormann von Schweden und 2018 bester Keeper in der schwedischen Liga war. „Wir werden versuchen, ihn zu halten, wenn es für beide Seiten passt“, sagt Wiens Sportdirektor Christian Dolezal. Mit dem Druck, heuer das Play-off erreichen zu müssen, kann Coach Stewart umgehen: „Das musst du lernen. Sonst solltest du etwas anderes machen.“
Das erste Kärntner Derby
In Klagenfurt steigt das erste Kärntner Derby zwischen dem KAC und dem VSV (19.30 Uhr, ORF Sport+). Die Villacher suchen noch immer einen neuen Geschäftsführer. Der KAC ist mit zwei Siegen gestartet und somit klarer Favorit.
Source:: Kurier.at – Sport



