WorldSkills 2026: So spektakulär inszeniert China die WM der Berufe

Wirtschaft

Der Countdown für die Berufsweltmeisterschaften WorldSkills 2026 läuft. Mehr als 1.500 Teilnehmer aus 73 Ländern und Regionen treten ab 22. September beim viertägigen Wettbewerb an. Der Austragungsort: Die Mercedes-Benz-Arena in der Millionenmetropole Shanghai. Favorit ist – neben Österreich natürlich, das heuer das größte Team Europas entsendet – China. Nicht weil es ein Heimspiel ist und nicht, weil China schon bei den vergangenen WorldSkills in Lyon mit 36 Goldmedaillen als klarer Sieger hervorging. Sondern weil kaum eine andere Nation dem Bewerb einen solchen Stellenwert zumisst.

Popsong, Flugzeug, Parade, gebrandete Züge: Alles für die Fachkräfte

Die Berufsweltmeisterschaften sind immer und überall ein Großereignis, doch China macht die Skills und ihre Teilnehmer zu Superstars. Denn Shanghai inszeniert die Meisterschaften als Pop-Ereignis, das quer durch die Stadt unmöglich zu übersehen und überhören ist.

Ein eigenes Flugzeug von China Eastern trägt das Logo des Wettbewerbs. Zwei WorldSkills-Züge verkehren auf der Metrolinie 2, die den Flughafen Hongqiao mit der Innenstadt und dem Wettkampfgelände verbindet. In den Waggons sind die 64 Disziplinen künstlerisch abgebildet, 154 leuchtende Werbeflächen an mehr als 70 Stationen begleiten die Fahrt. Der chinesische Popstar und Schauspieler Xiao Zhan – ein Idol mit Millionen Fans – singt den offiziellen WorldSkills-Song „Here We Shine“. Auch bei einer Parade des Shanghai Tourism Festivals sind die WorldSkills mit einem Themenwagen vertreten – ehemalige Weltmeister, Fachkräfte und Maskottchen sind an Bord.

Österreich könnte sich von diesem Ehrgeiz einiges abschauen, möchte man vielleicht denken. Aber ganz so schwarz-weiß ist die Sache nicht, betont Christian Fuchssteiner, WKO-Wirtschaftsdelegierter in Shanghai in einer Aussendung: „Die duale Ausbildung der DACH-Region und damit auch Österreichs wird in China in Fachkreisen bewundert und als höchst nachahmenswert gesehen.“ Die breite Einführung des Systems scheitere noch an kulturellen Hürden, da akademische Bildungsabschlüsse höher bewertet würden als handwerklich-technische Berufsabschlüsse.

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„Gerade deshalb dürfte eine Veranstaltung wie WorldSkills für die chinesische Regierung von großer Bedeutung sein, um neue, positiv motivierende Narrative rund um die Fachkräfteausbildung und handwerkliche Berufe entstehen zu lassen.“ Die duale Ausbildung in Österreich sei aus Sicht des Wirtschaftsdelegierten „international unerreicht“ – u. a. aufgrund der Praxisnähe und der institutionellen Verankerung.

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Source:: Kurier.at – Wirtschaft

      

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