Rapid macht Meter: Wie unter Hoff Thorup die Fitness verbessert wurde

Sport

Nach dem 3:1 gegen Hartberg will Rapid ab 19.30 Uhr gegen Lustenau nachlegen. Mit einem Sieg vor mehr als 20.000 Fans gegen den Aufsteiger würde der Leader den Druck auf Salzburg, LASK und Sturm erhöhen: Die restlichen Spitzenteams spielen erst am Sonntag.

Der beste Saisonstart seit 39 Jahren liegt offensichtlich an der stark verbesserten Spielkultur, mit der viel mehr Top-Chancen herausgespielt werden als in der Vorsaison.

Sprinten bis zum Schluss

Aber es gibt auch noch einen zweiten Grund, der erst beim genaueren Hinschauen auffällt.

Etwa beim entscheidenden Treffer zum Endstand gegen die starken Hartberger. Yusuf Demir trat an, wie er es in der Vorsaison nach 80 Minuten nicht mehr geschafft hätte. Den Abpraller von der Stange verwertete schließlich Jannes Horn.

Ein Linksverteidiger, der vor dem Transfer nach Wien in 174 Pflichtspielen kein einziges Tor erzielt hatte und immer wieder von Wehwehchen gebremst wurde.

Jetzt ist der 29-jährige Deutsche so fit, dass er auf Verdacht auch im Finish 40 Meter mitgesprintet war, um vielleicht an den Ball zu kommen.

Viele Aufsteiger

Horn ist ein Beispiel von vielen in einem deutlich fitteren Team. Am extremsten war der Sprung von Yusuf Demir, der jetzt die besten Werte im gesamten Kader hat. Unter den Reservisten fällt Marco Tilio auf, der (spät, aber doch noch) körperlich zugelegt und Kilos abgelegt hat.

Für Trainer Johannes Hoff Thorup ragt neben Demir die Steigerung von Ercan Kara hervor.

Wie Ende Juli vom KURIER berichtet, ist der Däne mittlerweile ein Fan des Mittelstürmers. Weil der 30-Jährige immer zuerst an die Mannschaft denkt, vor dem Tor verlässlich liefert – und extrem fit geworden ist. „Ercis körperliche Steigerung ist bemerkenswert – und er legt ständig nach“, erzählt Hoff Thorup.

  Ski-Star Lindsey Vonn vor nächster OP: Comeback in weiter Ferne

Insgesamt hat sich Rapid laut den Oktober-Daten an gelaufenen Metern pro Spiel zur zweitbesten Mannschaft der Liga gemausert. Erster ist übrigens Ried. Auch bei anderen wichtigen Werten wie Sprints oder absolvierten Metern ohne Ball geht es deutlich nach oben.

Zum Vergleich: In der Vorsaison war Rapid bei den gelaufenen Metern laut KURIER-Informationen lediglich Achter und in allen relevanten Fitness-Werten Liga-Durchschnitt.

Der harte Kurs von Hoff Thorup, der den Spielern ein sehr umfangreiches Fitness-Programm mit in den Sommerurlaub gegeben hat, dürfte wirken. Der Däne erzählte, dass seine Botschaft eindeutig war: „Wer unsere höheren Erwartungen nicht erfüllt, hat keine Chance mehr in der ersten Mannschaft. Egal, wer du bist oder welchen Vertrag du hast.“

Junge Verantwortliche

Verantwortlich für die Fitness sind die jungen Coaches Julian Helml und Tobias Hammerschmied. „Wir fühlen uns alle im Trainerteam verantwortlich. Jeder darf seinen Input bringen, wir diskutieren dann“, erklärt der Chefcoach seinen Zugang.

Einen besonders kritischen Blick hat Joe Shulberg, der seit Februar auch intern viele Verbesserungen einforderte. Der englische Co-Trainer ließ bei anfänglichen Widerständen nicht locker.

Ist Shulberg der „Bad Cop“ im Trainerteam, während der ewige Sonnenschein Issiaka Ouedraogo für die „Good Vibes“ sorgt?

Hoff Thorup lacht und sagt: „Wenn alle Menschen bei Rapid nach dem ‚Bad Guy‘ befragt werden, würde die Mehrheit mich nennen.“

…read more

Source:: Kurier.at – Sport

      

(Visited 1 times, 1 visits today)

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.