Rapid vs. Austria: Was für Wien ein großer Derby-Erfolg wäre

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25.400 beim ausverkauften 350. Derby Rapid – Austria, in dem nach Ablauf der wegen Ausschreitungen verhängten Sektoren-Sperre erstmals auch wieder etwas über 2.000 Hardcore-Fans aus dem herben Favoriten im wilden Wiener (Fußball)-Westen zugelassen sind. Liga-Vorstand Christian Ebenbauer, 50, der ebendort neun Jahre im Rapid-Nachwuchs stürmte, wird nicht drei Kilometer zum Stadion nach Hütteldorf, sondern 165 zum ebenfalls ausverkauften Spiel LASK – RB Salzburg nach Linz fahren.

Mit dem Meisterteller im Gepäck. Weil er den vielleicht schon Sonntagabend LASK-Kapitän Sascha Horvath, 29, überreichen kann.

Noch besteht für Salzburg die Chance, eine vorzeitige Linzer Meisterfeier zu verhindern. Noch kann auch Titelverteidiger Sturm Graz mit dem Teller spekulieren. Feststeht indes schon vor der vorletzten Runde, dass die Wiener Großklubs bei der Beuteverteilung leer ausgehen. So wie immer seit 2013, als die Austria unter Peter Stöger Meister wurde bzw. seit 2008, als Peter Pacult Rapid zum letzten Titel verhalf. Und als der damalige (später zum Benko-Aufsichtsrat gewordene) Kanzler Alfred Gusenbauer sowie der als Liga-Präsident noch sehr geschätzt gewesene und nunmehr verurteilte Insolvenz-Banker Martin Pucher zu den ersten Gratulanten zählten.

Wiens einziger WM-Kandidat

Dass Wien längst nicht mehr Fußball-Hauptstadt ist, wird die Zusammensetzung des WM-Kaders noch verdeutlichen. Rapids Tempodribbler Nikolaus Wurmbrand, 20, darf noch am ehesten hoffen, am 18. Mai in Ralf Rangnicks Aufgebot für die USA aufzuscheinen. Die Austria wird darin gar nicht erst vertreten sein.

Bei Österreichs letzter WM-Teilnahme 1998 waren Wiens Klubs noch mit sechs Mann im Kader präsent. Und bei Österreichs erster WM-Teilnahme nach dem Krieg, als man 1954 Dritter wurde, hatte es mit Alfred Teinitzer vom LASK gar nur ein einziger Nicht-Wiener unter die 22 Auserwählten geschafft.

  Ein Remis mit Sieger im Spitzenspiel der 2. Liga Mitte

Ein Polizist pfeift das Derby

Auf ÖFB-Schiedsrichter wird bei einer WM seitens der FIFA in diesem Jahrtausend beharrlich gepfiffen. Obwohl sie vermutlich nicht schlechter aber im Gegensatz zur internationalen Profi-Konkurrenz berufstätig sind. So wie der Wiener Revierinspektor Julian Weinberger, 41, der trotz täglichen Trainings konsequent in Wien 13 Dienst versieht und das 350. Derby in Wien 14 leitet. Bleiben Weinbergers Berufskollegen im Weststadion Überstunden erspart, wäre das aus neutraler Sicht der aktuell größte Erfolg für Fußball-Wien.

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Source:: Kurier.at – Sport

      

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